11 March 2026, 16:27

Grüne gewinnen Landtagswahl in Baden-Württemberg mit hauchdünnem Vorsprung von 0,5 Prozent

Ein detaillierter alter Stadtplan von Baden-Württemberg, Deutschland, der Straßen, Gebäude und Sehenswürdigkeiten zeigt, mit einem Gebäude in der rechten unteren Ecke und Text, der Stadtinformationen bereitstellt.

Grüne gewinnen Landtagswahl in Baden-Württemberg mit hauchdünnem Vorsprung von 0,5 Prozent

Landtagswahl in Baden-Württemberg endet mit Überraschungssieg der Grünen – knapp mit nur 0,5 Prozent Vorsprung

Die Landtagswahl in Baden-Württemberg hat ein überraschendes Ergebnis gebracht: Die Grünen setzten sich mit einem hauchdünnen Vorsprung von nur 0,5 Prozent durch. Das knappe Rennen blieb bis zu den letzten Tagen offen und sorgte bei vielen Beobachtern für Überraschung. Analysten führen den Wahlausgang nun auf mehrere entscheidende Faktoren zurück.

Noch zwei Wochen vor dem Wahltermin lagen die Grünen und die CDU Kopf an Kopf. Cem Özdemir, Spitzenkandidat der Grünen, hatte seit dem Herbst mit einer intensiven Kampagne durch die entire Region mobilisiert. Seine unermüdliche Präsenz vor Ort und klare politische Positionierung – etwa für autofreie Innenstädte, den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs und eine beschleunigte Energiewende – fanden bei den Wählern Anklang.

Die Entscheidung der CDU, Fördergelder für Hausbesitzer mit Solaranlagen zu streichen, könnte ihr hingegen Stimmen gekostet haben. Gleichzeitig hatte Ministerpräsident Winfried Kretschmann, eine prägende Figur der Grünen, zuvor das Wahlalter auf 16 Jahre gesenkt – ein Schritt, den Kritiker als gezielte Beeinflussung junger Wähler werten. Einige Beobachter vermuten zudem, dass eine Schmutzkampagne der Grünen die Wahl mitentschied.

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Am Ende erreichten die Grünen 30,2 Prozent (56 Sitze), während die CDU auf 29,7 Prozent (ebenfalls 56 Sitze, alles Direktmandate) kam. Die AfD folgte mit 18,8 Prozent (35 Sitze), die SPD schaffte knapp den Einzug mit 5,5 Prozent (10 Sitze). FDP und Die Linke verfehlten die Fünf-Prozent-Hürde und ziehen nicht in den Landtag ein.

Trotz der knappen Niederlage könnte CDU-Landeschef Manuel Hagel noch Ministerpräsident werden, falls sich die Koalitionsverhandlungen zu seinen Gunsten entwickeln. Nach der Wahlniederlage bot er jedoch seinen Rücktritt an – seine Führung steht nun unter Druck. Der neu gewählte Landtag tritt am 1. Mai 2026 erstmals zusammen; in den kommenden Wochen dürften zähe Koalitionsgespräche im Mittelpunkt stehen.

Die Wahl hinterlässt Baden-Württemberg mit einem zersplitterten Parlament und einer ungewissen politischen Zukunft. Die Grünen stehen nun vor der Aufgabe, eine Regierung zu bilden – wahrscheinlich mit der CDU als junior Partner. Das Ergebnis könnte weitreichende Folgen für die Automobilindustrie und den Ausbau erneuerbarer Energien in der Region haben.

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