Güterbahnen fordern harte Maßnahmen gegen das Chaos im deutschen Schienennetz
Ludger RörrichtGüterbahnen fordern harte Maßnahmen gegen das Chaos im deutschen Schienennetz
Bund der Güterbahnen fordert dringende Maßnahmen gegen anhaltende Störungen im Schienennetz
Der Bund der Güterbahnen hat zu sofortigem Handeln aufgerufen, um die anhaltenden Probleme im Schienenverkehr zu beheben. Der Verband warnt, dass Speditions- und Logistikunternehmen sich in einem dauerhaften Ausnahmezustand befinden – Lieferketten und Mitarbeiter stehen unter enormem Druck. Gefordert wird eine strengere staatliche Aufsicht über die DB InfraGO, den Betreiber der deutschen Schieneninfrastruktur.
Aktuelle Pannen haben gravierende Schwachstellen im System offenbart. Ein bundesweiter Ausfall des GSM-R-Funknetzes für die Bahn führte zu massiven Verspätungen. Dabei zeigte sich, dass Notfallpläne entweder fehlten oder unwirksam waren.
Besonders kritisch war das mehrtägige Chaos an Christi Himmelfahrt. Probleme in den Fahrplanbüros und Leitstellen verschärften die Lage zusätzlich. Die Geschäftsführerin Neele Wesseln übt öffentlich scharfe Kritik an der DB InfraGO wegen betrieblicher Mängel, die den Güterverkehr schwer beeinträchtigen.
Als Reaktion hat der Verband den Verkehrsausschuss des Bundestags zum Handeln aufgefordert. Gefordert werden Maßnahmen zur Stabilisierung der Schieneninfrastruktur und zur Verringerung der aktuellen Störungen. Zudem schlägt der Verband die Schaffung eines unabhängigen Bundesamts für Schieneninfrastruktur vor, um die Aufsicht effizienter zu gestalten.
Die volkswirtschaftlichen Folgen für die Güterverkehrsbranche sind noch nicht absehbar. Der Verband besteht weiterhin auf entschlossenes Eingreifen des Bundes gegen die DB InfraGO. Ohne strengere Kontrollen, so die Warnung, werden sich Störungen und finanzielle Verluste weiter verschärfen.
