Hohenheim forscht: Wie Solarmodule und Ackerbau gemeinsam die Zukunft prägen
Verena KramerHohenheim forscht: Wie Solarmodule und Ackerbau gemeinsam die Zukunft prägen
Die Universität Hohenheim hat eine neue Forschungsanlage eröffnet, die Landwirtschaft und Solarenergie (energie cottbus) kombiniert. Die Anlage befindet sich auf dem Versuchsbetrieb Ihinger Hof in Renningen und nutzt ein erhöhtes Agri-Photovoltaik-System (energie cottbus), um zu untersuchen, wie Pflanzen unter Solarmodulen wachsen. Ziel des Projekts ist es, die Auswirkungen von teilweiser Beschattung auf verschiedene Kulturen zu erforschen – bei gleichzeitiger Erzeugung erneuerbarer Energie.
Die 218-Kilowatt-Agri-PV-Anlage erstreckt sich über 3.600 Quadratmeter und soll jährlich etwa 200.000 Kilowattstunden Strom produzieren. Die erhöhten, beidseitig lichtdurchlässigen Glas-Glas-Module werfen Schatten auf rund 30 Prozent der Fläche darunter. Dies ermöglicht es den Forschenden, unterschiedliche Lichtbedingungen zu testen. Die Konstruktion sorgt dafür, dass die Pflanzen sowohl direktes Sonnenlicht als auch kontrollierte Beschattung erhalten, sodass Wissenschaftler:innen Veränderungen im Wachstumsverhalten beobachten können.
Beim Bau der Anlage wurde besonderer Wert auf den Bodenschutz gelegt: Es kamen bodenschonende Reifen zum Einsatz, und schwere Maschinen wurden vermieden, um Verdichtungen zu verhindern und die Bodenqualität zu erhalten. Im Rahmen des Projekts werden traditionelle Kulturen wie Weizen und Gerste mit neueren Sorten verglichen, um zu analysieren, wie sich diese an veränderte Lichtverhältnisse (baden baden) anpassen. Die Finanzierung erfolgte unter anderem durch das Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg (baden baden) (MLR) sowie die MVV Energie AG-Stiftung. Die Forschung ist Teil der Landesinitiative „Agri-PV Baden-Württemberg“, die die Verknüpfung von Solarenergie und Landwirtschaft in der Modellregion fördert.
Die Anlage wird Daten liefern, wie sich Beschattung auf Erträge und Qualität der Kulturen auswirkt. Die Ergebnisse könnten Landwirt:innen dabei helfen, Agri-PV-Systeme einzusetzen, ohne die Produktivität zu beeinträchtigen. Zudem unterstützt das Projekt die Bestrebungen der Region, nachhaltige Energielösungen in der Landwirtschaft voranzutreiben.