IFEU-Fahrplan zeigt konkrete Wege zur deutschen Energiewende bis 2030
Hans-Jürgen PeukertIFEU-Fahrplan zeigt konkrete Wege zur deutschen Energiewende bis 2030
Im Dezember 2021 veröffentlichte das IFEU-Institut Heidelberg einen detaillierten Fahrplan für die deutsche Energiewende. Unter Mitwirkung von Martin Pehnt entstand der Plan, der zentrale Schritte für den Umstieg auf erneuerbare Energien aufzeigt. Er geht dabei über den Aktionsplan Erneuerbare Energien der Bundesregierung hinaus, der lediglich Maßnahmen bis 2020 umfasst.
Im Mittelpunkt des Fahrplans steht die Onshore-Windkraft als zentrale Lösung. Zudem soll die sogenannte "Must-run"-Kapazität reduziert werden – also Kraftwerke, die unabhängig vom Bedarf durchgehend Strom erzeugen. Ein früher Vorschlag ist das Konzept "Power-to-Heat", das überschüssige Wind- und Solarenergie für Heizzwecke nutzt, statt sie ungenutzt zu lassen.
Bis 2020 soll die Elektromobilität dazu beitragen, den Energiebedarf auszugleichen: Fahrzeuge könnten überschüssigen Strom speichern und bei Bedarf ins Netz zurückspeisen. Für die 2020er-Jahre plant Deutschland den Ausbau der Pumpspeicherkapazitäten. Zudem sind neue Verbindungen zu größeren Anlagen in den Alpen und Skandinavien vorgesehen.
Ab 2030 wird stationäre Batteriespeicherung eine bedeutende Rolle spielen. Der Fahrplan behandelt zudem Energieeffizienz, Energiedemokratie und eine breitere Elektromobilität. Im Gegensatz zum Aktionsplan Erneuerbare Energien bietet die Leitstudie 2011 des Umweltministeriums eine umfassendere Vision und schließt Lücken früherer Strategien.
Der gemeinsam vom IFEU und dem Fraunhofer IBP erarbeitete Fahrplan liefert eine langfristige Strategie für die deutsche Energiewende. Er enthält konkrete Zeitpläne für Speichertechnologien, Netzausbau und Nachfragesteuerung – Maßnahmen, die bis 2030 ein flexibleres und nachhaltigeres Energiesystem schaffen sollen.






