30 December 2025, 19:26

Ingolstadts neues Zentralbad: Baustart für 55-Millionen-Projekt am Klosterhof

Ein Schwimmbad mit schwimmenden Menschen, umgeben von Pflanzen, Bäumen und einem Zaun, mit Menschen, Sonnenschirmen und Gebäuden im Hintergrund.

Ingolstadts neues Zentralbad: Baustart für 55-Millionen-Projekt am Klosterhof

Ingolstadts neues Zentralbad macht großen Schritt vorwärts

Die Stadt hat den Auftrag für Planung und Bau des neuen Zentralbads vergeben – ein entscheidender Meilenstein für das Projekt. Zwei Architekturbüros werden die Federführung übernehmen: RKW Architektur aus Düsseldorf und VenhoevenCS aus Amsterdam. Die Entscheidung folgt einem Bürgerentscheid im Jahr 2024, bei dem sich 60 Prozent der Wähler für den Standort Klosterhof als künftigen Standort der Anlage aussprachen.

Das Zentralbad-Projekt wurde offiziell am 24. November 2025 besiegelt, als die Stadt den Zuschlag für das Gewinnerkonsortium bekannt gab. Die 55 Millionen Euro teure Anlage wird zwei veraltete Bäder ersetzen: das Ingolstädter Hallenbad aus dem Jahr 1965, das nicht mehr wirtschaftlich saniert werden kann, sowie das Neckarbad Schwenningen. Beide werden mit der Eröffnung des neuen Bades Ende 2030 endgültig geschlossen.

Im Mittelpunkt des Entwurfs stehen Barrierefreiheit und Nachhaltigkeit. Eine moderne Holzarchitektur soll den Bau harmonisch in die Klosterhof-Landschaft einfügen, während durchgängig barrierefreie Zugänge die Nutzung für alle Besucher ermöglichen. Im Inneren umfasst der Komplex ein 50-Meter-Wettkampfbecken, ein 25-Meter-Becken, ein Mehrzweckbecken und ein Lehrbecken. Zudem gibt es einen Familienbereich, eine Saunalandschaft, Zuschauerränge und ein Café vor Ort. Die Finanzierung stammt größtenteils aus städtischen Mitteln – die Stadt steuert 50 Millionen Euro bei, weitere fünf Millionen übernimmt der BVS. Bei der Vergabe der Bauaufträge wurden gezielt regionale Unternehmen berücksichtigt: Fünf der sieben Verträge gingen an Firmen aus der Region, davon zwei direkt aus Ingolstadt.

Oberbürgermeister Jürgen Roth betonte die verbindende Rolle des Bades für die beiden Stadtteile. Es sei ein zentrales Element, um die Lebensqualität generationenübergreifend zu verbessern und die Verbindung zwischen Ingolstadt und Schwenningen zu stärken.

Die Eröffnung des Zentralbads ist für Ende 2030 geplant. Es ersetzt zwei veraltete Einrichtungen durch einen modernen, inklusiven Raum. Der Bau verkörpert öffentliche Unterstützung, nachhaltiges Design und lokale Investitionen. Fertiggestellt wird die Anlage nicht nur ein Freizeitzentrum, sondern auch ein Symbol für die gemeinsame Zukunft der Stadt sein.