31 December 2025, 23:18

Jörg Wagners emotionaler Abschied vom RBB markiert das Ende einer Ära

Eine Konferenzszene mit Sitzenden, die einer Diskussion auf der Bühne zuhören, mit einem großen Banner und einer Wand im Hintergrund.

Jörg Wagners emotionaler Abschied vom RBB markiert das Ende einer Ära

Jörg Wagner hat seine letzte Ausgabe des Medienmagazins bei radioeins moderiert und damit eine lange Karriere beim RBB beendet. Die Sparmaßnahmen des Senders zwangen ihn – wie andere langjährige Moderator:innen – in den Ruhestand. Seine Abschiedsfeier fand auf der Dachterrasse der RBB-Medienzentrale statt, doch die Führungsetage blieb weitgehend fern.

Wagners letzte Sendung trug den Titel Be zu Le – Beerdigungen zu Lebzeiten und enthielt als Hommage an seine Zeit bei DT64 einen parodistischen Jingles. Damit endete seine Radiolaufbahn; der RBB begründete seinen Abschied offiziell mit dem Alter. Auffällig: Die Intendantin des Senders hatte die Veranstaltung nicht organisiert, und aus der Chefetage erschien lediglich Kommunikationsdirektor Justus Demmer.

Das Medienmagazin wird künftig seltener gesendet und verzichtet auf Live-Ausgaben. Die Moderation übernimmt Teresa Sickert. Wagners ehemaliger Podcast, der an die Sendung angebunden war, untersteht nun der redaktionellen Kontrolle von Ulrike Demmer. Als Reaktion startet er gemeinsam mit Philipp Nitzsche am selben Tag, an dem das Medienmagazin sein Format reduziert, einen neuen Podcast namens Medienhölle.

Die Sparpolitik des RBB steht in der Kritik, da sie als Eingriff in die Unabhängigkeit des Programms wahrgenommen wird – Wagners Abgang gilt als Teil dieses Trends. Ab Februar 2026 wird Kevin Kühnert seine Nachfolge als Gastgeber des radioeins-Talkformats antreten.

Mit Wagners Ausstieg entsteht eine Lücke im RBB-Programm, doch der Sender betont, die Umstrukturierung werde fortgesetzt. Während das Medienmagazin mit weniger Folgen auskommen muss, bietet sein neuer Podcast den Hörer:innen eine Alternative. Sein Abschied spiegelt den generellen Wandel bei radioeins wider, wo langjährige Moderator:innen schrittweise ersetzt werden.