Karneval 2024: Kürzer, aber mit strengen Sicherheitsmängeln bei Schminke und Likören
Hans-Jürgen PeukertKarneval 2024: Kürzer, aber mit strengen Sicherheitsmängeln bei Schminke und Likören
Karnevalssaison 2024: Kürzer als sonst, aber mit strengen Sicherheitskontrollen
Die diesjährige Karnevalssaison fällt zwar kürzer aus als üblich, doch die üblichen Sicherheitsprüfungen von saisonalen Produkten fanden dennoch statt. Experten der Chemischen und Veterinäruntersuchungsämter (CVUAs) haben im Vorfeld der Feierlichkeiten eine Reihe von Artikeln unter die Lupe genommen – von Schminke bis hin zu Mini-Likören.
Bei der Untersuchung von 17 Mini-Likörproben stellten die Prüfer fest, dass zwei davon zwar zugelassene, aber nicht deklarierte Farbstoffe enthielten. Für Azofarbstoffe gelten strenge Vorschriften, darunter auch Grenzwerte für deren Einsatz während der Herstellung.
Auch bei Schminkartikeln gab es Beanstandungen: In zwei wasserlöslichen Buntstift-Sets wurden ebenfalls erlaubte, aber nicht gekennzeichnete Farbmittel nachgewiesen. Besonders kritisch sah es bei einer Karnevals-Schminke aus, deren rote und gelbe Pigmente zwei nicht zugelassene Farbstoffe enthielten.
Die Kontrollen erstreckten sich zudem auf Lebensmittel. Alle 12 Berliner (mit Marmelade gefüllte Krapfen) bestanden die Prüfung – sie erfüllten die Anforderungen an frisches Frittierfett und eine korrekte Allergenkennzeichnung. Insgesamt identifizierten die Untersucher in den getesteten Karnevalsartikeln sieben verschiedene zugelassene, aber nicht deklarierte Farbstoffe.
Die Ergebnisse zeigen Lücken bei der Kennzeichnungspflicht einiger Karnevalsprodukte auf. Zwar hielten sich die meisten Artikel an die Sicherheitsstandards, doch in Einzelfällen wurden entweder nicht zugelassene Farbstoffe oder fehlende Deklarationen auf der Verpackung festgestellt. Die CVUAs werden auch weiterhin saisonale Waren überwachen, um den Verbraucherschutz zu gewährleisten.