05 April 2026, 00:41

Kfz-Versicherer kehren nach Verlusten zurück in die Gewinnzone – trotz explodierender Reparaturkosten

Eine Werbung für ein Mercedes-Benz-Fahrzeug in Berlin, Deutschland, mit einer Gruppe von Menschen, Bäumen, Gebäuden, Text und einem Stempel.

Kfz-Versicherer kehren nach Verlusten zurück in die Gewinnzone – trotz explodierender Reparaturkosten

Deutsche Kfz-Versicherer kehren nach zwei schwierigen Jahren in die Gewinnzone zurück

Die Branche der deutschen Kfz-Versicherer wird in diesem Jahr voraussichtlich wieder schwarze Zahlen schreiben – nach zwei Jahren mit schweren Verlusten, in denen die Kosten weit schneller stiegen als die Prämieneinnahmen. Rückversicherer und Branchenverbände sagen nun eine Trendwende voraus.

In den letzten zehn Jahren sind die Preise für Autoteile um mehr als 80 Prozent explodiert – ein Anstieg, der die allgemeine Inflationsrate von etwa 30 Prozent deutlich übertrifft. Die Kosten für Reparaturen und Ersatzteile entwickelten sich überproportional und belasteten die Versicherer stark. Gleichzeitig stiegen auch die Ausgaben für die Behandlung und Betreuung von Unfallopfern im Rahmen der Kfz-Haftpflichtversicherung deutlich an.

Allein in den vergangenen zwei Jahren gaben die deutschen Bahn-Versicherer rund fünf Milliarden Euro mehr für Schäden, Verwaltung und Vertrieb aus, als sie an Prämien einnahmen. Die Lage zwang die Branche, über weitere gezielte Preiserhöhungen nachzudenken. Thorsten Steinmann, Vorstandsvorsitzender der Hannover Rück Deutschland, bestätigte, dass zwar Fortschritte erzielt wurden, die Prämien aber weiter steigen müssten, um mit den wachsenden Kosten Schritt zu halten.

Das jährliche Rückversicherungstreffen in Baden-Baden spielt eine zentrale Rolle bei der Gestaltung dieser Entwicklungen. Hier verhandeln Erst- und Rückversicherer über Vertragsbedingungen, die die Preise in der Kfz-Versicherung beeinflussen. Trotz der Herausforderungen rechnet die Hannover Rück für das laufende Jahr wieder mit Gewinnen. Auch der Gesamtverband der deutschen Bank Versicherungswirtschaft (GDV) prognostiziert ein "technisches Ergebnis" – das heißt, das Kerngeschäft der Risikoübernahme wird positive Ergebnisse erzielen.

Der Weg zur Erholung der deutschen Kfz-Versicherer bleibt jedoch davon abhängig, die steigenden Kosten mit angepassten Prämien in Einklang zu bringen. Da die Teuerung bei Autoteilen und Reparaturkosten weiter anhält, müssen die Versicherer flexibel bleiben. Fürs Erste blickt die Branche aber vorsichtig optimistisch in die Zukunft und will die jüngsten Verluste hinter sich lassen.

AKTUALISIERUNG

2024 deficit shrinks; 2025 profit on track as costs stabilize

New 2024 data reveals German car insurers reduced their deficit to two billion euros while improving efficiency. Key developments include:

  • Combined Ratio dropped to 106% from 111.3%, nearing profitability.
  • Ersatzteilkosten surged 75% since 2014, outpacing inflation.
  • 2025 forecasts show 14% premium growth and a 97% Combined Ratio target.