Kirchensatire Cardinal Sins polarisiert im November in Nordhorn
Umstrittene Kirchensatire 'Die sieben Todsünden' feiert im November in Nordhorn Premiere
Cardinal Sins, eine scharfzüngige Komödie über einen Skandal in einem deutschen Bistum, wird im November vom Landgraf-Ensemble auf die Bühne gebracht. Das von Alistair Beaton und Dietmar Jacobs verfasste Stück verspricht eine Mischung aus Humor und Unbehagen – mit beißendem Dialog und kühnen Beobachtungen.
Die Gastspielaufführung von Cardinal Sins startet am 3. November 2025 im Theater Nordhorn. Unter der Regie von Kay Neumann verfolgt das Stück Bishop Konrad Glöckner, dessen kleines Bistum am Rande eines Skandals steht. Die Produktion kommt nach nur vier Probetagen in der Stadt – ein straffer Zeitplan für die tourende Truppe.
Karten sind ab 23 Euro erhältlich, entweder über lokale Vorverkaufsstellen oder online unter reservix.de. Der provokante Ton der Satire erinnert an frühere Kontroversen, etwa als die Komikerin Carolin Kebekus in der heute-show im Februar 2013 die katholische Kirche aufs Korn nahm. Obwohl die Sendung ausgestrahlt wurde, zensierten öffentlich-rechtliche Sender wie der WDR später ähnliches Material mit religiösen Symbolen, um Gläubige nicht zu verärgern.
Bisher gibt es keine öffentlichen Reaktionen der Kirche auf dieses Stück – oder andere satirische Theaterproduktionen mit religiösen Themen.
Die Premiere ist der neueste Beitrag in einer Reihe mutiger Satiren, die die Grenzen der Religionskritik ausloten. Mit bereits erhältlichen Tickets wird sich bald zeigen, wie das Publikum in Nordhorn die Mischung aus Witz und Provokation aufnimmt. Die kurze Probenzeit des Landgraf-Ensembles verleiht dem Debüt der Produktion eine zusätzliche Spannung.