02 May 2026, 10:34

Krebsbloggerin Lerchek startet Kosmetikmarke Eyya Skin – zwischen Bewunderung und Kritik

Eine Frau in einem schwarzen und weißen Kleid steht vor einem Zaun mit einem Zitat über Frauenunternehmertum, mit Bäumen, Fahrzeugen und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Krebsbloggerin Lerchek startet Kosmetikmarke Eyya Skin – zwischen Bewunderung und Kritik

Die russische Bloggerin Valeria Chekalina, bekannt unter dem Online-Namen Lerchek, hat trotz ihrer öffentlich thematisierten Krebserkrankung im Endstadium ihre eigene Kosmetikmarke Eyya Skin auf den Markt gebracht. Ihr Ansatz – die Verbindung persönlicher Schicksalsschläge mit Produktwerbung – sorgt bei ihren Followern und Branchenbeobachtern gleichermaßen für Diskussionen. Der Produzent Gera Iwashtschenko verglich ihre Strategie kürzlich mit den globalen PR-Methoden der Familie Kardashian.

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Chekalina verkündete ihre Krebserkrankung in emotionalen Videos, die sie mit dem Launch von Eyya Skin verband. Ihre Inhalte verbinden Durchhaltevermögen mit Appellen an das Mitleid der Zuschauer – eine Mischung, die bei manchen Unbehagen auslöst. Einige Kritiker werfen ihr vor, in bestimmten Clips zu sehr auf die Mitleidskarte zu setzen.

Produzentin Gera Iwashtschenko betonte, dass Chekalinas Offenheit in Russland ungewöhnlich sei, wo schwer erkrankte Menschen sich meist aus der Öffentlichkeit zurückzögen. Iwashtschenko vermutet, dass die Bloggerin mit dem Aufbau einer Marke rund um ihre persönliche Geschichte die Zukunft ihrer Kinder sichern wolle. Gleichzeitig warnte sie, dass eine solche Transparenz bei einem Publikum, das solche Verletzlichkeit nicht gewohnt ist, auch auf Ablehnung stoßen könne.

Die Reaktionen auf Eyya Skin fallen gespalten aus. Während einige Unterstützer Chekalinas Stärke bewundern, werfen ihr andere vor, ihre Krankheit für Aufmerksamkeit zu instrumentalisieren. Die Kontroverse folgt auf die Verurteilung ihres Ex-Mannes Artem Chekalin im Jahr 2023 wegen Devisenbetrugs, für die er zu sieben Jahren Haft in einer Moskauer Strafkolonie verurteilt wurde.

Chekalinas Vorgehen macht Eyya Skin sowohl zu einem unternehmerischen Projekt als auch zu einer tief persönlichen Angelegenheit. Die gemischten Reaktionen zeigen, wie schwierig es ist, private Schicksalsschläge mit öffentlicher Markenbildung zu verbinden. Bisher zieht ihr Ansatz sowohl Unterstützung als auch kritische Stimmen aus ihrem Publikum auf sich.

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