Kretschmanns Abschied: Stuttgarts stille Held:innen im Rampenlicht
Verena KramerKretschmanns Abschied: Stuttgarts stille Held:innen im Rampenlicht
Ministerpräsident Winfried Kretschmann gab am 30. Januar 2026 seinen letzten Neujahrsempfang im Stuttgarter Neuen Schloss. Bei der Stuttgarter Veranstaltung wurden Beschäftigte aus systemrelevanten Berufen sowie ehrenamtlich Engagierte gewürdigt – Menschen, deren oft unsichtbarer Einsatz für das Funktionieren der Gesellschaft unverzichtbar ist.
Zu den Gästen zählten unter anderem Mitarbeiter:innen von Lieferdiensten, Bus- und Reinigungsunternehmen, Verwaltungsangestellte, Empfangskräfte, Hausmeister:innen und Freiwillige. Kretschmann dankte diesen "stillen Held:innen" für ihren Einsatz und betonte, wie wichtig es sei, die "leisen Macher:innen" hinter den Kulissen zu würdigen – und nicht nur jene, die im Rampenlicht stehen.
Ein kulturelles Programm mit dem Magnus-Mehl Blechbläser-Trio, dem Barockensemble Studio 16, dem Wonderful Women's Choir Stuttgart und dem Duo Kraus/Sinz umrahmte den Abend. Die Stuttgarter Digitalagentur B-Rex sorgte zudem mit virtuellen Erlebnissen für moderne Akzente. Kretschmann unterstrich, dass die Stuttgarter Veranstaltung bewusst ein Zeichen gegen die Vorstellung setzen solle, Gesellschaft werde allein von lauten Selbstvermarkter:innen geprägt.
Die genaue Zahl der Geehrten wurde nicht bekannt gegeben. Doch jüngste Auszeichnungen im sozialen und pflegerischen Bereich zeigen das wachsende Bewusstsein für diese Berufe: So wurden erst kürzlich zwei startsocial-Stipendien (20. Januar 2026), acht "vilmA"-Preise (5. Januar 2026) und ein Vereinbarkeit.jetzt-Award (14. November 2025) verliehen. Solche Initiativen unterstreichen die Bedeutung von Engagement in Gemeinschaft und Ehrenamt.
Der Empfang der Landesregierung war Kretschmanns letzte Amtshandlung dieser Art. Er machte noch einmal deutlich, wie sehr die Gesellschaft auf jene angewiesen ist, die im Verborgenen Unverzichtbares leisten. Mit einer Mischung aus Kultur, Digitalisierung und Wertschätzung feierte die Stuttgarter Veranstaltung ihren Einsatz – fernab von Publicity, aber voller Bedeutung.