08 March 2026, 14:28

Laserpointer-Angriff auf Zugführer in Ludwigsburg: Vier Jugendliche gesucht

Ein Plakat, das einen Zug auf Schienen zeigt, der Rauch ausstößt, umgeben von Pflanzen auf der linken Seite und einem Himmel im Hintergrund, und den Text "Das Gefahrenzeichen" unten.

Laserpointer-Angriff auf Zugführer in Ludwigsburg: Vier Jugendliche gesucht

Laserpointer-Angriff auf Zugfahrer in Ludwigsburg – Polizei sucht vier Jugendliche

Am Samstagabend wurde ein Zugführer am Bahnhof Ludwigsburg durch einen Laserpointer vorübergehend geblendet. Der Vorfall ereignete sich am 6. September 2025 und führte dazu, dass der Zug auf Gleis 1 abrupt zum Stehen kam. Nun fahndet die Polizei nach vier Jugendlichen, die sich anschließend von der Örtlichkeit entfernten.

Der 26-jährige Lokführer erlitt einen plötzlichen Sehverlust, nachdem eine Gruppe Jugendlicher mit einem grünen Laserpointer in das Führerhaus gezielt hatte. Durch diese gefährliche Handlung sah sich der Zug gezwungen, abrupt zu bremsen, was zu erheblichen Behinderungen im Bahnverkehr führte. Die Behörden stufen den Fall als Eingriff in den Bahnverkehr ein – ein schweres Vergehen nach deutschem Recht.

Zwei der Verdächtigen konnten von Zeugen näher beschrieben werden: Einer trug eine schwarze Jacke mit gelben Streifen, ein weiterer fiel durch eine Basecap und eine Umhängetasche der Marke Gucci auf. Alle vier flüchteten nach dem Angriff in unbekannter Richtung.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Der Vorfall reiht sich in eine besorgniserregende Entwicklung ein. Allein in den vergangenen zwei Jahren (2024–2025) wurden bundesweit rund 1.200 ähnliche Fälle von Laserpointer-Missbrauch im Zusammenhang mit Zügen registriert. Die meisten Meldungen gingen bei der Deutschen Bahn und der Bundespolizei ein.

Die Ermittlungen führt nun das Bundespolizeiinspektion Stuttgart. Die Beamten rufen Zeugen auf, sich mit Hinweisen zu melden und bei der Aufklärung des Falls zu helfen.

Laserpointer-Angriffe auf Züge bleiben in Deutschland ein anhaltendes Risiko – in den letzten Jahren wurden über tausend solche Vorfälle dokumentiert. Der jüngste Fall in Ludwigsburg unterstreicht erneut den Appell an die Bevölkerung, bei der Identifizierung der Täter mitzuwirken. Wer sachdienliche Hinweise geben kann, wird gebeten, sich direkt an die Polizei zu wenden.

Quelle