05 February 2026, 03:10

Luitgard Wiggenhauser geht nach 36 Jahren im Gericht in den Ruhestand

Ein Mann in einem schwarzen und weißen Gewand steht an einem Rednerpult mit einem Mikrofon und spricht zu einer kleinen Gruppe von Menschen mit Bäumen im Hintergrund.

Luitgard Wiggenhauser geht nach 36 Jahren im Gericht in den Ruhestand

Luitgard Wiggenhauser hat ihre lange und prägende Karriere in der Justiz Baden-Württembergs mit einer Verabschiedung in den Ruhestand beendet. Ihr Wirken erstreckte sich über mehr als drei Jahrzehnte, in denen sie an Amts- und Landgerichten wichtige Funktionen innehatte. Kürzlich versammelten sich Vertreter des Justizapparats, um ihren Abschied zu würdigen und ihre Verdienste zu ehren.

Ihre juristische Laufbahn begann Wiggenhauser 1987 am Amtsgericht Ravensburg. Nur zwei Jahre später wechselte sie an das Landgericht Ravensburg, wo sie zunehmend verantwortungsvollere Aufgaben übernahm.

2004 wurde sie zur Vorsitzenden Richterin einer Zivilkammer am selben Gericht ernannt. In dieser Position leitete sie zudem das Referendariatsausbildungsprogramm. Ihre Führungsqualitäten ebneten den Weg für weitere Beförderungen.

2006 übernahm sie die Leitung des Amtsgerichts Biberach als Direktorin. Fünf Jahre später folgte ihre Berufung zur Präsidentin des Landgerichts Hechingen. Ihre Karriere erreichte einen weiteren Höhepunkt, als sie 2021 an das Oberlandesgericht Stuttgart wechselte – zunächst als Vizepräsidentin, später als kommissarische Leiterin.

Im Juni 2023 kehrte sie als Präsidentin an das Landgericht Ravensburg zurück. Diese letzte Station krönte eine Laufbahn, die von stetigem Aufstieg und einem besonderen Engagement für juristische Ausbildung und Verwaltung geprägt war.

Bei ihrer Verabschiedung würdigte Justiz- und Migrationsministerin Marion Gentges Wiggenhausers herausragende richterliche Kompetenz und ihre Fähigkeit, Kolleginnen und Kollegen zu motivieren. Auch der Amtschef Elmar Steinbacher nahm an der Feier teil, um ihren Einsatz zu honorieren.

Mit Wiggenhausers Ruhestand schließt sich ein bedeutendes Kapitel der baden-württembergischen Justiz. Ihre Karriere war von Führungspositionen an verschiedenen Gerichten und einem starken Fokus auf die Förderung des juristischen Nachwuchses geprägt. Konkrete Auswirkungen ihrer Amtszeit auf die Justizprozesse der Region wurden bisher nicht öffentlich bekannt gegeben.