Lünen kämpft mit 53 Millionen Euro Defizit – Bürger fordern mehr Unterstützung
Hans-Jürgen PeukertLünen kämpft mit 53 Millionen Euro Defizit – Bürger fordern mehr Unterstützung
Deutsche Kommunen kämpfen mit einer wachsenden Finanzkrise
Als Reaktion darauf veranstaltete der Deutsche Städtetag am 22. Juni einen bundesweiten Aktionstag, um auf die prekäre Lage aufmerksam zu machen. Auch Lünen beteiligte sich mit einer eigenen öffentlichen Veranstaltung.
In Lünen organisierte Kämmerer Dr. André Jethon eine Informationsveranstaltung, um über die finanziellen Herausforderungen der Stadt zu diskutieren. Fast jeder zweite Euro, den Lünen ausgibt, fließt in Transferzahlungen für Aufgaben, die Bund und Länder vorgeben. Aktuell klappt in der Stadt ein Haushaltsdefizit von 53 Millionen Euro.
Der lokale Verein Pro Lünen unterstützte die Initiative und übernahm die Kosten für die Veranstaltung. Lena Steinkuhl, stellvertretende Vorsitzende der Gruppe, forderte eine konsequentere Umsetzung des Prinzips, dass diejenigen, die Aufgaben verteilen, auch für deren Finanzierung aufkommen müssen. Die Teilnehmer der Veranstaltung stuften Bildung und Schulen als oberste Priorität ein, die vor Kürzungen geschützt werden müssten.
Dr. Jethon versprach, die öffentlichen Anregungen in künftige Haushaltsentscheidungen einfließen zu lassen. Dennoch bleibt die Perspektive für die finanzielle Stabilität Lünens unter den aktuellen Rahmenbedingungen ungewiss.
Der bundesweite Aktionstag rückte die Finanznot der Kommunen in den Fokus. Lünens Veranstaltung gab den Bürgern die Möglichkeit, ihre Sorgen zu äußern und die lokale Finanzplanung mitzugestalten. Die nächsten Schritte der Stadt hängen davon ab, wie sie ihre Verpflichtungen mit den begrenzten Mitteln in Einklang bringt.
