18 December 2025, 11:18

Maren Kroymann würdigt Rosa von Praunheims lebenslanges Engagement für LGBTQ+-Rechte

Ein Buch mit einem blauen Umschlag, betitelt mit "Schwule Fabeln."

Kroymann dankt von Praunheim: "Du hast Großes erreicht" - Maren Kroymann würdigt Rosa von Praunheims lebenslanges Engagement für LGBTQ+-Rechte

Kroymann Maren würdigt von Praunheim: "Sie haben Großartiges geleistet"

Kroymann Maren würdigt von Praunheim: "Sie haben Großartiges geleistet"

Kroymann Maren würdigt von Praunheim: "Sie haben Großartiges geleistet"

  1. Dezember 2025, 09:35 Uhr

Rosa von Praunheim, eine prägende Figur der LGBTQ+-Bewegung, ist im Alter von 83 Jahren gestorben. Der Filmemacher und Aktivist starb in der Nacht zum Mittwoch und hinterlässt ein Erbe mutigen Einsatzes und kultureller Wirkung. Sein Werk stellte Normen infrage und kämpfte für mehr Sichtbarkeit queeren Lebens in Deutschland und darüber hinaus.

Bundesweite Bekanntheit erlangte von Praunheim 1991, als er den Komiker Hape Kerkeling und den TV-Moderator Alfred Biolek in der live ausgestrahlten RTL-Talkshow Explosiv – Der heiße Stuhl outete. Der skandalträchtige Moment löste eine landesweite Debatte aus, sollte aber die Homosexualität als gleichwertige Lebensweise normalisieren. Später verteidigte er sein Vorgehen mit dem Argument, dass Persönlichkeiten der Öffentlichkeit eine Verantwortung trägen, zu zeigen, dass Schwulsein nichts ist, wofür man sich schämen müsste.

Mit von Praunheims Tod endet eine Ära des queeren Aktivismus in Deutschland. Sein konfrontativer, aber zielgerichteter Ansatz zwang die Gesellschaft zu Gesprächen, die öffentliche Einstellungen veränderten. Die Debatten, die er – ob durch Filme oder öffentliche Statements – anstoß, wirken bis heute in den anhaltenden Kämpfen um LGBTQ+-Rechte nach.