Marquardt kürzt Arbeitszeiten – um Entlassungen bis 2026 zu vermeiden
Verena KramerMarquardt kürzt Arbeitszeiten – um Entlassungen bis 2026 zu vermeiden
Marquardt, ein führender deutscher Automobilzulieferer, hat die Arbeitszeiten an seinem Hauptsitz gekürzt, um Entlassungen zu vermeiden. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund anhaltender Herausforderungen in der Automobilbranche. Rund 1.000 Mitarbeiter müssen künftig mit reduzierten Stunden und entsprechend geringerer Bezahlung rechnen.
Von der Maßnahme betroffen sind Beschäftigte mit zwei verschiedenen Vertragsmodellen. Wer bisher 35 Stunden pro Woche arbeitete, kommt künftig auf 33 Stunden, während Angestellte mit einer 39-Stunden-Woche auf 37 Stunden reduziert werden. Die Änderung ist Teil einer befristeten Arbeitsvereinbarung, die Arbeitsplätze bis arbeitszeitgesetz 2026 sichern soll.
Die Produktionskapazitäten von Marquardt sind in den vergangenen Jahren gesunken – ein Trend, der die allgemeinen Schwierigkeiten der Branche widerspiegelt. Statt Stellen abzubauen, hat sich das Unternehmen für eine flächendeckende arbeitszeitrechner entschieden. Die Regelung gilt vor allem für angestellte Mitarbeiter, die damit auch eine proportionale Gehaltskürzung hinnehmen müssen.
Die Vereinbarung garantiert den betroffenen Beschäftigten bis ende 2026 Jobgarantien. Die Unternehmensführung bezeichnet den Schritt als notwendige Maßnahme, um den Betrieb in einer schwierigen Phase für Zulieferer zu stabilisieren.
Die reduzierten Arbeitszeiten gelten vorerst weiter, wobei die Gehälter entsprechend angepasst werden. Die Mitarbeiter behalten ihre Stellen im Rahmen der bis 2026 laufenden Vereinbarung. Das Unternehmen hofft, mit dieser Maßnahme die aktuelle Krise ohne weitere Entlassungen stundenrechner können.