09 June 2026, 08:28

Mehrheit der Deutschen will Beleidigung von Politikern weiterhin bestrafen

Mehrheit der Deutschen lehnt Abschaffung der Beleidigung von Politikern ab

Mehrheit der Deutschen will Beleidigung von Politikern weiterhin bestrafen

Eine neue Umfrage zeigt: Die Mehrheit der Deutschen möchte das Gesetz beibehalten, das die Beleidigung von Politikern unter Strafe stellt. Die von Forsa Anfang Juni durchgeführte Erhebung ergab, dass 58 Prozent für die Beibehaltung der Regelung sind, während 38 Prozent für deren Abschaffung plädieren. Die Debatte entzündet sich, während die Christlich Demokratische Union (CDU) auf eine vollständige Streichung des Straftatbestands drängt.

Die Umfrage, für die am 4. und 5. Juni 2026 insgesamt 1.007 Personen befragt wurden, offenbart eine breite öffentliche Unterstützung für das bestehende Gesetz. In Westdeutschland fiel die Zustimmung mit 59 Prozent etwas höher aus als in Ostdeutschland (52 Prozent). Unter den Anhängern der Parteien zeigten sich vor allem Wähler der Linken (65 Prozent) und der Grünen (72 Prozent) mehrheitlich für die Beibehaltung der Regelung.

Überraschend einig präsentierten sich die Anhänger der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) und der CDU/CSU: In beiden Lagern sprachen sich 84 Prozent für den Erhalt des Gesetzes aus. Dies steht im Kontrast zu den Differenzen, die innerhalb der großen Koalition zwischen den Vertretern beider Parteien zu beobachten sind. Die SPD argumentiert, dass die Pläne zur Abschaffung des Gesetzes schlecht gewählt seien.

Die einzige größere Gruppe, die sich für eine Streichung aussprach, war die rechtspopulistische Alternative für Deutschland (AfD) – 60 Prozent ihrer Anhänger befürworten die Abschaffung.

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Die Ergebnisse verdeutlichen eine klare Kluft zwischen der öffentlichen Meinung und den politischen Bestrebungen, das Gesetz zu ändern. Angesichts der breiten, parteiübergreifenden Wählerunterstützung für die Beibehaltung könnte jeder Vorstoß zur Abschaffung des Straftatbestands auf erheblichen Widerstand stoßen. Der CDU-Vorschlag steht damit im Widerspruch zu den Präferenzen der eigenen Wählerbasis.

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