Mercedes-AMG und Microsoft revolutionieren die Formel 1 mit KI und Echtzeit-Daten
Gabor HethurMercedes-AMG und Microsoft revolutionieren die Formel 1 mit KI und Echtzeit-Daten
Mercedes-AMG PETRONAS F1 Team schließt mehrjährige Partnerschaft mit Microsoft zur Steigerung der Rennleistung
Das Mercedes-AMG PETRONAS F1 Team hat einen mehrjährigen Vertrag mit Microsoft unterzeichnet, um seine Rennperformance zu optimieren. Im Rahmen der Zusammenarbeit wird die Azure-Plattform des Tech-Konzerns für Echtzeit-Datenanalysen während der Formel 1 Rennen genutzt. Der Schritt erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Formel 1 sich auf strengere Vorschriften zu Elektrifizierung und Nachhaltigkeit ab 2026 vorbereitet.
Die Kooperation baut auf einer langjährigen Partnerschaft zwischen Mercedes-Benz und Microsoft auf. Beide Unternehmen haben bereits in der Vergangenheit an Projekten wie intelligenten Fabriken, Telemetrie und cloudbasierter Ingenieursarbeit zusammengearbeitet. Nun sollen ähnliche Technologien in der Formel 1 eingesetzt werden – etwa durch Azure Kubernetes Services (AKS), die flexible Rechenleistung und virtuelle Sensorsimulationen ohne zusätzliche Hardware ermöglichen.
Dank der Azure-Funktionen kann das Team Renndaten schneller verarbeiten und Strategien in Echtzeit anpassen. Die Partnerschaft dient zudem als Testumgebung für Innovationen, die später in Serienfahrzeugen von Mercedes-Benz zum Einsatz kommen könnten. Teamchef Toto Wolff, der das Mercedes-AMG PETRONAS Team seit 2013 leitet, bleibt auch mit dem neuen Deal an der Spitze.
Der Zeitplan passt zu den für 2026 geplanten Regeländerungen der Formel 1, die die Teams zu mehr Elektrifizierung und nachhaltigen Praktiken verpflichten werden. Mercedes-Benz will damit sowohl im Rennsport als auch bei der allgemeinen Entwicklung softwaregesteuerter Fahrzeuge eine Vorreiterrolle einnehmen.
Die Vereinbarung stärkt die Position von Mercedes im Bereich Hochleistungsrechnen und nachhaltiger Renntechnik. Die in dieser Partnerschaft entwickelten Lösungen könnten künftig auch in Serienmodellen Anwendung finden. Unterdessen baut Microsoft seine Cloud-Dienste weiter aus – erst kürzlich sicherte sich das Unternehmen einen 170,44-Millionen-Dollar-Auftrag der US-Luftwaffe für sein Cloud-One-Programm.