17 January 2026, 13:35

Mercedes-Benz kämpft mit Aktienverlusten und sinkenden Verkaufszahlen zu Jahresbeginn 2026

Ein hellblaues Papier mit der Schrift "Mercedes-Benz Company Limited Aktienzertifikat" in fetter, zentrierter Schrift und einem Bild eines klassischen, eleganten, glänzenden Autos.

Mercedes-Benz kämpft mit Aktienverlusten und sinkenden Verkaufszahlen zu Jahresbeginn 2026

Mercedes-Benz startet mit Rückschlägen ins Jahr 2026 – Aktie verliert über 4 Prozent seit Januar

Der Stuttgarter Autobauer Mercedes-Benz hat einen holprigen Start ins Jahr 2026 erlebt: Seit Januar ist der Aktienkurs um mehr als 4 Prozent gefallen. Dies geschieht trotz eines neuen Absatzrekords des Ultra-Luxusmodells G-Klasse im vergangenen Jahr. Nun richten Analysten und Anleger den Blick auf wichtige Updates Ende dieses Monats, die Hinweise auf eine mögliche Erholung liefern könnten.

Gleichzeitig baut das Unternehmen seine Präsenz in Asien aus und hat ein neues Beschaffungsbüro in Seoul eröffnet, um die Qualitätskontrolle vor Ort zu verbessern. Doch die globalen Auslieferungszahlen sanken 2025 um 10 Prozent – mit deutlichen Einbrüchen sowohl in China als auch in den USA.

Im vergangenen Jahr lieferte Mercedes-Benz weltweit 2,16 Millionen Fahrzeuge aus, ein Rückgang von 10 Prozent im Vergleich zu 2024. Besonders stark war der Einbruch in China, wo die Verkäufe um 19 Prozent auf 551.900 Einheiten sanken. Auch der US-Markt verzeichnete einen Rückgang um 12 Prozent bei den Auslieferungen.

Trotz dieser Herausforderungen verzeichnete die G-Klasse im Ultra-Luxussegment einen neuen Absatzrekord. Dennoch kämpft die Aktie des Konzerns und notiert unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 54,74 Euro. Die Investmentbank JPMorgan stufte die Aktie weiterhin mit "übergewichten" ein und setzte das Kursziel auf 70 Euro.

Um die Position in Asien zu stärken, eröffnete Mercedes-Benz ein Beschaffungsbüro in Seoul. Damit soll die Qualitätsüberwachung vor Ort optimiert werden. Zudem traf sich der neue Technologievorstand Jörg Burzer kürzlich mit den südkoreanischen Konzernen Samsung, SK und LG. Im Mittelpunkt der Gespräche standen mögliche Kooperationen bei Festkörperbatterien und Displaytechnologien.

Anleger warten nun gespannt auf zwei zentrale Termine: einen Vorab-Bericht am 20. Januar und ein Update zum S-Klasse-Modell am 29. Januar. Beide Veranstaltungen sollen neue Einblicke in die Unternehmensperformance und die Marktakzeptanz der neuesten Produkte liefern.

Mercedes-Benz steuert weiterhin durch ein schwieriges Marktumfeld – mit sinkenden Verkaufszahlen in wichtigen Regionen und einem unter Druck stehenden Aktienkurs. Die Eröffnung des Beschaffungsbüros in Seoul und die Gespräche mit südkoreanischen Technologieunternehmen deuten auf Bemühungen hin, Lieferketten und Innovationskraft zu stärken. Alle Blicke richten sich nun auf die anstehenden Finanz- und Produktupdates, die Aufschluss über die nächsten Schritte des Konzerns geben dürften.