Mercedes setzt auf Blockchain für transparente Batterie-Lieferketten und Klimaziele
Ludger RörrichtMercedes setzt auf Blockchain für transparente Batterie-Lieferketten und Klimaziele
Mercedes-Benz hat ein Blockchain-Pilotprojekt gestartet, um Emissionen und Materialien in seinen Batterie-Lieferketten nachzuverfolgen. Das Vorhaben soll die Transparenz erhöhen und sicherstellen, dass Zulieferer die Nachhaltigkeitsziele des Mutterkonzerns Daimler erfüllen. Es ist Teil der Bemühungen des Automobilherstellers, bis 2039 im Rahmen seines Programms Ambition2039 eine klimaneutrale Fahrzeugflotte zu realisieren.
Das Pilotprojekt baut auf einem Prototypen auf, der im vergangenen Jahr entwickelt wurde, um Verträge über alle Ebenen der Lieferkette hinweg zu dokumentieren. Mercedes-Benz testet nun ein auf Blockchain basierendes System, das Materialströme und deren CO₂-Emissionen abbildet. Der Fokus liegt zunächst auf kohlenstoffintensiven Materialien wie Stahl, Aluminium und Batteriezellen.
In Workshops mit Zulieferern sollen Möglichkeiten zur Reduzierung der Emissionen erarbeitet werden. Die gesammelten Daten werden zeigen, ob die Nachhaltigkeitsvorgaben in jeder Phase eingehalten werden – wie von Daimler gefordert. Zu den Projektpartnern gehören ein Batteriezellenhersteller und das britische Start-up Circulor.
Durch die Priorisierung von CO₂-Einsparungen und Ressourceneffizienz strebt das Pilotprojekt eine nachhaltigere Beschaffung an. Mercedes-Benz möchte die Transparenz zudem über die direkten Zulieferer hinaus ausweiten und die gesamte Lieferkette einbeziehen.
Der Blockchain-Pilot soll klarere Nachweise über Emissionen und den Umgang mit Materialien in der Lieferkette liefern. Die Ergebnisse fließen in das langfristige Ziel von Mercedes-Benz ein, eine klimaneutrale Pkw-Flotte zu schaffen. Das Projekt markiert einen weiteren Schritt des Unternehmens, digitale Werkzeuge einzusetzen, um seine Klimaziele zu erreichen.






