Merz bleibt CDU-Chef mit über 91 Prozent – doch die Reformforderungen wachsen
Verena KramerCDU best├Ątigt Generalsekret├Ąr Linnemann mit ├╝berwiegender Mehrheit - Merz bleibt CDU-Chef mit über 91 Prozent – doch die Reformforderungen wachsen
Friedrich Merz hat bei einer klaren Abstimmung in Stuttgart eine weitere Amtszeit als CDU-Vorsitzender gesichert. Die Wiederwahl fand am 20. Februar 2026 statt, wobei ihn mehr als 91 Prozent der Delegierten unterstützten. Trotz dieses deutlichen Votums bleiben interne Forderungen nach mutigeren Reformen und einer härteren Gangart gegenüber dem Koalitionspartner SPD ungelöst.
Merz führt die Partei nun seit neun Monaten an – parallel zu seinem Amt als Bundeskanzler. Doch sein Kurs steht weiterhin unter Druck, da Teile der Basis klarere politische Weichenstellungen einfordern.
Bei der Abstimmung erhielt Merz 91,17 Prozent der Stimmen und festigte damit seine Position an der Spitze der Christlich Demokratischen Union. Dennoch hinterfragen einige Delegierte weiterhin seine Regierungsführung, insbesondere seine Kompromissbereitschaft gegenüber den Sozialdemokraten (SPD).
Carsten Linnemann blieb mit 864 Ja-Stimmen im Amt des Generalsekretärs. Nur 91 Delegierte stimmten gegen seine Wiederwahl, 14 enthielten sich. Seine Zustimmungsrate lag bei 90,47 Prozent (ohne Enthaltungen).
Auch in anderen Schlüsselpositionen gab es keine Veränderungen: Christina Stumpp wurde erneut als stellvertretende Generalsekretärin bestätigt, und Franziska Hoppermann bleibt Schatzmeisterin – die Kontinuität in der finanziellen Steuerung der Partei bleibt damit gewahrt.
Die Ergebnisse spiegeln eine breite Unterstützung für die aktuelle Führung wider. Doch die hohen Erwartungen an Reformen deuten darauf hin, dass Merz' nächste Schritte sowohl von Befürwortern als auch von Kritikern innerhalb der CDU genau beobachtet werden.
Seine Wiederwahl ist ein klares Vertrauensvotum der CDU-Mitglieder. Als Kanzler und Parteichef trägt er nun eine doppelte Verantwortung – während die Rufe nach deutlicherem politischen Kurs lauter werden. Die kommenden Monate werden zeigen, wie er die innerparteilichen Erwartungen mit den Realitäten der Koalitionsregierung in Einklang bringt.






