Musikschulen in Emmendingen kämpfen um bessere Landesförderung für 1.700 junge Talente
Verena KramerMusikschulen in Emmendingen kämpfen um bessere Landesförderung für 1.700 junge Talente
Musikschulen in Emmendingen und Waldkirch fordern mehr Landesförderung
Bei einem jüngsten Treffen zwischen dem Grünen-Politiker Rüdiger Tonojan und den Schulleitern wurde der dringende Bedarf an besserer finanzieller Unterstützung für die lokalen Musikschulen deutlich. Aktuell unterrichten die beiden Einrichtungen rund 1.700 Kinder in der Region.
Das Gespräch fand an der Musikschule Emmendingen statt, wo Tonojan mit den Direktoren Michael Bockstahler und Stefan Göritz über Wege sprach, die musikalische Bildung im Landkreis zu stärken. Im Anschluss betonte er, wie wichtig Musikunterricht für die Entwicklung von Kreativität, Konzentration und Teamfähigkeit bei Kindern sei – Fähigkeiten, die in der digitalen Welt oft zu kurz kämen.
Die beiden Musikschulen verzeichnen gemeinsam etwa 1.700 Schülerinnen und Schüler: Rund 900 besuchen die Musikschule Nördlicher Breisgau, weitere 800 lernen am Standort Waldkirch. Beide Einrichtungen bieten Frühförderprogramme wie „Singen – Bewegung – Sprache“ und „Singen – Bewegung – Musik“ in Kindergärten und Grundschulen an.
Göritz verwies darauf, dass die Städtische Musikschule Waldkirch in der Vergangenheit bereits Förderung durch die Gisela-Sick-Stiftung erhalten habe. Ein Zuschuss aus dem Jahr 2018 ermöglichte etwa den Bau eines modernen Bildungszentrums. Nun setzt sich Tonojan dafür ein, den Landesanteil an der Finanzierung auf 15 Prozent zu erhöhen, um mehr Kindern den Zugang zu musikalischer Ausbildung zu ermöglichen.
Das Treffen unterstrich die Bedeutung von Musikschulen für die frühe Kindesentwicklung. Mit stärkerer finanzieller Unterstützung hoffen die Leiter, ihre Programme ausbauen und mehr Schülerinnen und Schüler erreichen zu können. Tonojans Vorschlag für eine höhere Landesförderung soll nun weiter beraten werden.