21 December 2025, 14:33

Neuer Positionspapier unterstützt Holzenergie in der Region

Ein hölzerner Pfahl mit Zahlen darauf steht vor einem grasbewachsenen Gebiet mit Bäumen.

Neuer Positionspapier unterstützt Holzenergie in der Region

Neues Positionspapier unterstützt Holzenergie in der Region

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  1. Dezember 2025

Schlagwörter: Industrie, Energie, Umweltwissenschaften, Finanzen

Baden-Württemberg treibt nachhaltige Heizlösungen voran – und setzt dabei verstärkt auf Holzenergie. Ein breites Bündnis aus 13 Branchen- und Umweltverbänden unterstützt den Kurs des Landes, Holz als klimaneutralen Brennstoff zu nutzen. Das Vorhaben zielt darauf ab, die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern zu verringern und gleichzeitig heimische Wälder sowie ländliche Wirtschaftskreise zu stärken.

Das Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz arbeitet mit Akteuren aus der Praxis daran, dass Holzenergie in Gesetzen und Förderprogrammen angemessen berücksichtigt wird. Die Argumentation: Die Verbrennung von Holz – insbesondere von Schnittabfällen und minderwertigem Holz – schaffe einen klimafreundlichen Kreislauf, bei dem die Waldpflege direkt in nutzbare Wärme und Energie umgewandelt wird.

Ein Unternehmen, das bereits umgestiegen ist, ist die Häussermann Stauden+Gehöze GmbH. Es betreibt nun eine 850-Kilowatt-Holzheizanlage, die vollständig mit ganzjährig verfügbaren Schnittabfällen befeuert wird. Diese Umstellung reduziert den CO₂-Fußabdruck des Betriebs und macht Materialien nutzbar, die sonst ungenutzt blieben. Aktuell fließen etwa 16 Prozent des in Baden-Württemberg eingeschlagenen Holzes in die Energieerzeugung. Zwar ein geringer Anteil, doch Experten betonen, dass Holzenergie eine Schlüsselrolle in der Kreislaufwirtschaft spielt.

Das Bündnis – zu dem Waldbesitzer, Landwirtschaftsverbände und Erneuerbare-Energien-Initiativen gehören – hebt hervor, dass Holzenergie ländliche Regionen wirtschaftlich stärkt, die Energiesicherheit erhöht und zur Erreichung der Klimaziele beiträgt. Durch die Nutzung von Waldrestholz für Wärme wird Abfall vermieden und eine nachhaltige Forstwirtschaft gefördert. Das Ministerium unterstreicht, dass Holzenergie nicht nur Heizzwecken dient, sondern auch den Erhalt der Wälder unterstützt: Pflegematerial, das sonst liegen bliebe oder verrotten würde, erhält so einen wirtschaftlichen Wert. Dieser Ansatz passt in die übergeordnete Strategie, ländliche Gebiete schrittweise von fossilen Brennstoffen unabhängig zu machen – und die Wertschöpfung vor Ort zu halten.

Der Vorstoß für Holzenergie in Baden-Württemberg ist Teil einer umfassenderen Herangehensweise, die Klimaschutz mit wirtschaftlichen Interessen verbindet. Mit Betrieben wie Häussermann, die bereits auf Holzfeuerung setzen, zeigt die Region, wie nachhaltige Wärmeversorgung funktionieren kann. Die breite Unterstützung des Bündnisses sichert, dass Holzenergie ein fester Bestandteil der erneuerbaren Zukunft Deutschlands bleibt – mit ökologischen wie ökonomischen Vorteilen.