07 June 2026, 22:28

NKR fordert radikale Vereinfachung der Bauvorschriften gegen Wohnungsnot und Kostenexplosion

Normenkontrollrat fordert Begrenzung von DIN-Standards im Wohnungsbau

NKR fordert radikale Vereinfachung der Bauvorschriften gegen Wohnungsnot und Kostenexplosion

Deutschlands Nationaler Normenkontrollrat (NKR) drängt auf vereinfachte Bauvorschriften, um die steigenden Baukosten und den Wohnungsmangel zu bekämpfen. Die Vorschläge kommen zu einem Zeitpunkt, an dem Bundesministerinnen Pläne für ein neues Gebäudetyp-E-Gesetz vorlegen, das Standards straffen soll.

Die Bundesministerinnen Verena Hubertz und Stefanie Hubig haben kürzlich zentrale Details des bevorstehenden Gebäudetyp-E-Vertrags bekannt gegeben. Der NKR will dies nun unterstützen, indem er überflüssige DIN-geprüfte Verfahren überprüft und abschafft. Ziel ist es, der Regierung fachliche Beratung anzubieten, während das Justizministerium in den kommenden Monaten einen Gesetzentwurf ausarbeitet.

Der NKR schlägt ein gestuftes System für Baustandards vor. Statt eines starren Regelwerks könnten Bauträger künftig zwischen Grund-, Mittel- und Premium-Qualitätsstufen wählen. Ein «Standard für Grundausführung» würde zur Default-Option, was die Kosten für Wohnprojekte senken soll.

NKR-Präsident Lutz Goebel argumentiert, dass die aktuellen technischen Anforderungen oft über das hinausgehen, was für Sicherheit und Gesundheit unbedingt notwendig ist. Er besteht darauf, dass alle Bauvorgaben neu bewertet werden müssen, um sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Falls die Änderungen umgesetzt werden, könnten sich die Baukosten verringern, indem überzogene technische Spezifikationen für Wohngebäude abgesenkt werden. Der Entwurf des Justizministeriums wird bald klären, wie das neue Gebäudetyp-E-Gesetz funktionieren soll. Bauträger hätten dann mehr Spielraum, Standards zu erfüllen, ohne dass Projekte unerschwinglich werden.

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