Olympia-Outfits 2026: Warum die neuen Team-Designs für Streit sorgen
Verena KramerDesigner Glööckler verrissen Olympia-Look: "Null Punkte" - Olympia-Outfits 2026: Warum die neuen Team-Designs für Streit sorgen
Die neuen Olympischen Outfits für das deutsche Team der Winterspiele 2026 sorgen für heftige Reaktionen. Die von Adidas in Zusammenarbeit mit den Athlet:innen entwickelte Kollektion mit rund 70 Teilen soll nationale Identität mit modernem Stil verbinden. Doch während einige das Design loben, empfinden andere es als langweilig und einfallslos.
Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) präsentierte die "Team D"-Kollektion als frischen Ansatz für Sportmode. DOSB-Präsident Thomas Weikert bezeichnete sie als "voller Erfolg", der das Team zusammenbringe. Auch der vierfache Olympiasieger im Bobsport, Francesco Friedrich, unterstützte die Entwürfe und betonte, stolz zu sein, sie im Wettbewerb zu tragen.
Nicht alle teilen diese Begeisterung. Modedesigner Harald Glöckler kritisierte die Outfits als "langweilig" und "weder innovativ noch erfrischend originell" – er vergab sogar die Schulnote sechs. Wolfgang Joecker, ehemaliger Weggefährte von Karl Lagerfeld, nannte die Entwürfe "eintönig" und meinte, Deutschland hänge in Sachen Olympiamode weiterhin hinter anderen Nationen hinterher.
Die Kritik reiht sich in eine Geschichte gespaltenen Echos auf deutsche Olympiakleidung ein. Frühere Kollektionen wie das 2014 in Sotschi vorgestellte "Langnese-Twister"-Design von Bogner oder die Paradeuniformen von Adidas wurden seinerzeit breit belächelt. Trotz der Einbindung der Athlet:innen in den Gestaltungsprozess bleibt die Stil-Debatte diesmal ebenfalls kontrovers.
Die Kollektion für 2026 polarisiert: Während Sportler:innen und Funktionäre den modernen Ansatz feiern, zeigen sich Modeexpert:innen unbeeindruckt. Wenn Deutschland in Italien an den Start geht, werden die Outfits vom Zeichenbrett auf die Weltbühne wechseln – und dort weiter für Gesprächsstoff sorgen.