Ramadan-Lichter in Freiburg zweimal innerhalb von 24 Stunden angegriffen
Hans-Jürgen PeukertRamadan-Lichter in Freiburg zweimal innerhalb von 24 Stunden angegriffen
In Freiburg wurde eine Ramadan-Lichterinstallation in den letzten Tagen zweimal zum Ziel von Angriffen. Am 21. Februar durchtrennte ein Mann die Stromkabel der Beleuchtung, einen Tag später befestigte eine Gruppe ein Transparent an den beschädigten Lichtern. Die Polizei geht von einem möglicherweise politischen Hintergrund der Vorfälle aus.
Bei dem ersten Zwischenfall am 21. Februar beobachtete ein Zeuge, wie ein Mann an der Verkabelung der Installation manipulierte. Der Unbekannte trug Jeans, eine dunkle Parka-Jacke, schwarze Schuhe, Lederhandschuhe und einen Nike-Rucksack. Sein Gesicht war teilweise von einem Schlauchschal verdeckt, seine Identität ist weiterhin ungeklärt.
Am darauffolgenden Tag brachten drei Personen ein Banner an den Lichtern an, das die ursprüngliche Botschaft verdeckte. Offensichtlich filmten sie ihre Aktion, bevor sie den Ort verließen. Die Polizei beschlagnahmte das Transparent später, doch das Ausmaß der Schäden an der Installation ist noch unklar.
Die Behörden vermuten ein politisches Motiv hinter den Angriffen. In den vergangenen fünf Jahren gab es in Deutschland weniger als fünf bestätigte Fälle von politisch motivierter Sachbeschädigung an Ramadan-Dekorationen, darunter Vorfälle in Dormagen (2025) und Wuppertal (2024).
Die Ermittlungen laufen noch – die Polizei wertet Videoaufnahmen und Zeugenaussagen aus. Bisher gab es keine Festnahmen. Die Stadt hat noch nicht bekannt gegeben, ob die Installation repariert oder wiederaufgebaut wird.






