Rastatt baut drei Notunterkünfte für Stromausfälle und Krisen um
Ludger RörrichtRastatt baut drei Notunterkünfte für Stromausfälle und Krisen um
Rastatt rüstet drei kommunale Gebäude zu voll ausgestatteten Notunterkünften um
Die Stadt Rastatt hat drei städtische Gebäude in ganzjährig nutzbare Notunterkünfte verwandelt, die bei Stromausfällen Schutz bieten. Dank eingebauter Heizsysteme bleiben die Hallen das ganze Jahr über betriebsbereit. Zudem verfügt die Kommune über ein Backup-Stromsystem, das auf Traktoren des Bauhofs und der Grünflächenämter zurückgreift.
Als Standorte wurden die Sporthalle in der St.-Michael-Straße 4 in Wintersdorf, die Sporthalle am Wiesenweg 51 in Niederbühl sowie die Festhalle in der Favoritestraße 42 in Förch ausgewählt. Alle drei Einrichtungen verfügen bereits über wichtige Infrastruktur wie Umkleideräume, Duschen, Küchen und vor Ort gelagerte Heizölreserven für den Notfall.
Um die Stromversorgung auch bei Blackouts zu sichern, setzt Rastatt auf umgerüstete Kommunalfahrzeuge: Traktoren lassen sich mit Zapfwellen-Generatoren (PTO) ausstatten, die in den städtischen Werkhöfen gelagert und bei Bedarf schnell eingesetzt werden können. Die technischen und energetischen Umrüstungen jeder Halle kosten knapp 20.000 Euro – zusätzliche Wartungskosten für die Generatoren entstehen jedoch nicht.
Das Projekt ist Teil einer breiten regionalen Initiative zur Verbesserung der Notfallvorsorge. Seit der Berliner Stromkrise Anfang 2026 steigt die Nachfrage nach Kursen zur Krisenprävention in Baden-Württemberg, insbesondere in Ravensburg. Rastatts Lösung stellt sicher, dass die Unterkünfte auch bei Netzausfällen funktionsfähig bleiben.
Die drei Hallen dienen nun als ganzjährige Notfalltreffpunkte und Schutzräume. Dank Heizung und mobiler Stromversorgung durch die umfunktionierten Traktoren bleibt der Betrieb auch bei Stromausfällen gesichert. Die Maßnahme bietet Rastatt ein zuverlässiges, wartungsarmes System für künftige Krisen.