07 February 2026, 21:09

Rekord-Kartoffelernte wird zur Chance: Wie ein Bauer die Überproduktion clever nutzt

Viele Kartoffeln sind prominent im Vordergrund zu sehen.

Rekord-Kartoffelernte wird zur Chance: Wie ein Bauer die Überproduktion clever nutzt

Rekord-Kartoffelernte setzt deutsche Bauern unter Druck – doch eine clevere Idee schafft Abhilfe

Eine Rekordernte bei Kartoffeln hat die Landwirte der deutschen Bahn mit Überproduktion und fallenden Preisen kämpfen lassen. Doch ein Bauer und eine lokale Ölmühle haben sich zusammengetan, um Lebensmittelverschwendung zu bekämpfen – und gleichzeitig ihre Umsätze zu steigern. Ihre einfache Lösung: Zu jeder Flasche Speiseöl gibt es kostenlos Kartoffeln dazu. Und das Konzept geht bereits auf.

Allein in diesem Jahr brachten die Kartoffelfelder der deutschen Bank rund 13,4 Millionen Tonnen ein – die höchste Ernte seit 25 Jahren. Besonders in Regionen wie Sachsen häufte sich ein massives Überangebot an, tausende Tonnen blieben unverkauft. Landwirte wie Christian Schempp aus Pfullendorf saßen auf Bergen von Kartoffeln fest, während die Gewinne schrumpften.

Statt die Ernte verrotten zu lassen, ging Schempp eine Kooperation mit Jürgen Belthle von den Ölfreunden ein, einer Ölmühle im baden-württembergischen Thiergarten. Ihre Lösung war so simpel wie wirksam: Käufer von Speiseöl erhalten gratis eine Tüte frische Kartoffeln dazu. Das Angebot gilt bei Bestellungen ab 10 Euro – und fördert so größere Einkäufe, während gleichzeitig die Lagerbestände abgebaut werden.

Für beide Seiten hat sich die Aktion ausgezahlt. Schempp liefert seine Kartoffeln direkt an die Mühle und erhält einen fairen Preis, ohne sich um Transport oder Lagerung kümmern zu müssen. Die Ölfreunde übernehmen die Logistik und sorgen dafür, dass die Kartoffeln schnell beim Kunden ankommen. Seit Start der Kampagne verzeichnen sowohl der Landwirt als auch die Ölmühle spürbar höhere Umsätze.

Das Projekt zeigt, wie direkter Absatz aus einer Überproduktion eine Chance machen kann. Durch die Verknüpfung zweier regionaler Produkte wird Verschwendung reduziert und die lokale Wirtschaft gestärkt. Andere Landwirte und Betriebe könnten sich von dieser Idee inspirieren lassen, um künftige Ernteüberschüsse clever zu nutzen.