23 February 2026, 23:36

Revolutionäres Steppwelder-System: Schweißen in Rekordzeit ohne Abfall und Rauch

Eine Schwarz-Weiß-Zeichnung einer Maschine mit einem Rad, das zum Formen von Metall verwendet wird.

Revolutionäres Steppwelder-System: Schweißen in Rekordzeit ohne Abfall und Rauch

Forscher der Universität Stuttgart haben eine neue Schweißtechnologie namens Steppwelder entwickelt. Dieses robotergestützte Rührreibschweißsystem verspricht schnelleres, saubereres und effizienteres Fügen hochfester Metalle. Die Innovation hat bereits staatliche Fördergelder erhalten und könnte bis Mitte 2026 Schlüsselbranchen in der Fertigung revolutionieren.

Das Steppwelder-System nutzt das Prinzip der "Steppstichnaht", um komplexe Formen mit bisher unerreichter Geschwindigkeit zu verschweißen. So kann es beispielsweise eine 50 Zentimeter lange Naht in nur 1,5 bis 2 Sekunden verbinden. Im Gegensatz zu herkömmlichen Verfahren benötigt es keine schweren externen Gegenhalter, da eine integrierte, bewegliche Stütze direkt in der Schweißpistole verbaut ist. Diese Konstruktion ermöglicht den Einsatz auf Standard-6-Achs-Industrierobotern und macht das System damit kompatibel mit bestehenden Produktionslinien.

Ein entscheidender Vorteil des Verfahrens liegt in der Fähigkeit, hochfeste Aluminiumlegierungen ohne Zusatzwerkstoffe zu verarbeiten. Der Prozess erzeugt weder Rauch, Spritzer noch übermäßigen Abfall und kommt mit minimalem Energieverbrauch aus. Diese Eigenschaften machen die Technologie besonders attraktiv für Leichtbaustrukturen wie Batteriegehäuse oder Großgussteile, bei denen Gewichtsreduzierung eine zentrale Rolle spielt.

Das Projekt wird mit rund 1,4 Millionen Euro (ca. 1,66 Millionen US-Dollar) vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des VIP -Validierungsprogramms gefördert. Trotz dieser Unterstützung haben bis Februar 2026 jedoch noch keine Automobilhersteller oder Zulieferer konkrete Pläne zur Übernahme von Steppwelder für die Serienproduktion bekannt gegeben.

Die Technologie soll bis Juni 2026 marktreif sein und könnte dann in der Automobilindustrie, Luftfahrt und im Maschinenbau zum Einsatz kommen. Ihre Geschwindigkeit, Präzision und Effizienz bieten potenziell erhebliche Vorteile für Hersteller, die mit hochmodernen Materialien arbeiten. Die branchenweite Einführung wird jedoch von weiteren Tests und möglichen Partnerschaften in den kommenden Monaten abhängen.

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