08 June 2026, 06:23

Rheinmetall verkauft zivile Power-Systems-Sparte für 350 Millionen Euro an AEQUITA

Rheinmetall verkauft zivile Rüstungsabteilung, um sich auf Verteidigung zu konzentrieren

Rheinmetall verkauft zivile Power-Systems-Sparte für 350 Millionen Euro an AEQUITA

Rheinmetall verkauft zivile Power-Systems-Sparte an Investmentfirma AEQUITA für vorläufig 350 Millionen Euro

Der Rüstungskonzern Rheinmetall hat sich mit der Investmentgesellschaft AEQUITA auf den Verkauf seiner zivilen Power-Systems-Sparte für vorläufig 350 Millionen Euro geeinigt. Die Transaktion markiert einen weiteren Schritt in der Neuausrichtung des Unternehmens auf verteidigungstechnische Aktivitäten – nach den bereits erfolgten Verkäufen der Kolbenfertigungsbereiche in den Jahren 2023 und 2024.

Der Deal steht noch unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen und finaler Anpassungen; der Abschluss wird für das vierte Quartal 2026 erwartet.

Die veräußerte Sparte umfasst bekannte Marken wie Pierburg, Kolbenschmidt und Motorservice, die auch nach der Übernahme durch AEQUITA unter ihren etablierten Namen weitergeführt werden. Die Einheit erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund 2 Milliarden Euro, wurde jedoch seit Ende 2025 als „eingestellter Geschäftsbereich“ klassifiziert.

AEQUITA übernimmt alle 6.250 Mitarbeiter, die derzeit in den betroffenen Bereichen beschäftigt sind. Nicht Teil des Verkaufs sind jedoch drei deutsche Standorte des Gemeinschaftsunternehmens KS Huayu AluTech, die bei Rheinmetall verbleiben. Zudem wird das spanische Werk von Pierburg S.A. in Abadiano vorerst als hybrider Standort weiterbetrieben, bevor es vollständig auf Rüstungsproduktion umgestellt wird.

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Rheinmetall-Chef Armin Papperger bezeichnete die Vereinbarung als „wichtigen Meilenstein“ in der Unternehmensgeschichte. Die hauseigene Dermalog-SensorTec-Sparte hingegen bleibt im Konzern und wird in die Bereiche Waffe und Munition integriert.

Der Verkauf entspricht der Strategie Rheinmetalls, sich auf Verteidigung und Militärtechnik zu konzentrieren. Nach Abschluss der Transaktion wird das Unternehmen seine Strukturen weiter straffen. AEQUITA übernimmt damit eine Sparte mit langer Industriegeschichte und einer beträchtlichen Belegschaft.

Quelle