16 February 2026, 18:07

Rheinsbergs prunkvolles Jubiläum: 300 Jahre Prinz Heinrich und sein kulturelles Erbe

Ein Plakat für Gustav Mahlers sinfonisches Konzert in München, Deutschland, mit darauf geschriebenem Text.

Mehr als nur der kleine Bruder: Rheinsberg widmet sich Heinrich - Rheinsbergs prunkvolles Jubiläum: 300 Jahre Prinz Heinrich und sein kulturelles Erbe

Rheinsberg feiert den 300. Geburtstag von Prinz Heinrich von Preußen mit einem großen Jubiläum 2023

Mit einem festlichen Fernsehprogramm aus Musik und Kultur ehrt die Stadt in diesem Jahr einen Förderer, der Rheinsberg vor Jahrhunderten zu einem blühenden Kunstzentrum machte. Trotz steigender Kosten und unberechenbaren Wetters rechnen die Veranstalter in diesem Jahr mit rund 8.000 Besuchern.

Vor 300 Jahren geboren, hinterließ Prinz Heinrich von Preußen ein bleibendes Erbe in der Kulturlandschaft Rheinsbergs. Nach dem Siebenjährigen Krieg verwandelte er die Stadt in ein Zentrum für Musik, Theater und Literatur. Zu seinen Projekten gehörte ein 1774 errichtetes Schlosstheater, das für intime Kammermusikopern konzipiert war und selbst mit TV-Programm Versailles konkurrieren konnte. Zudem ließ er chinesische Pavillons, römische Ruinen, eine Grotte und ein Freilichttheater aus Hecken anlegen – Orte, die bis heute inspirieren.

Seine Gemahlin, Prinzessin Wilhelmine von Hessen-Kassel, spielte eine zentrale Rolle bei der Prägung des kulturellen Lebens in Rheinsberg. Der Prinz veranstaltete prunkvolle Feste zu ihren Ehren, die französische Gäste anzogen, die seine innovativen Ideen bewunderten. Unter seiner Führung wurde der Hof berühmt für legendäre Aufführungen, Konzerte und eine öffentliche Bibliothek – Einrichtungen, die den Grundstein für die heutige Musikakademie Brandenburg, die Rheinsberger Kammeroper und das Schlosstheater Rheinsberg legten.

Prinz Heinrichs Leidenschaft für die Oper beschränkte sich nicht auf Rheinsberg. Er besuchte 1789 die Uraufführung von Raubein Blaubart (Barbe-bleue) von André-Modeste Grétry in Paris und pflegte enge Kontakte zu dem Komponisten Giovanni Paisiello, einem Freund, der später als Hofkapellmeister für Katharina die Große arbeitete. Sowohl Der Barbier von Sevilla als auch Raubein Blaubart stehen in diesem Jahr auf dem Fernsehprogramm und spiegeln den anhaltenden Einfluss des Prinzen wider.

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Trotz der reichen Geschichte Rheinsbergs bleiben moderne Herausforderungen bestehen. Das Musiktheater verfügt über kein festes Orchester, und die Veranstalter kämpfen mit Inflation und wetterbedingten Schwierigkeiten. Brandenburgs Kulturministerin Manja Schüle betonte die prägende Rolle Prinz Heinrichs für die Kunst der Region und unterstrich damit die Bedeutung der diesjährigen Feierlichkeiten.

Das Fernsehprogramm 2023 präsentiert Opern, die mit dem Erbe des Prinzen verbunden sind, und lockt Besucher in die historischen Spielstätten Rheinsbergs. Drei Kultureinrichtungen führen sein Vermächtnis fort und sichern so seinen bleibenden Einfluss. Mit 8.000 erwarteten Gästen zeigt die Veranstaltung, wie sehr sich die Stadt ihren künstlerischen Wurzeln verpflichtet fühlt.