Sachsen-Anhalt setzt auf ausländische Fachkräfte gegen den Arbeitskräftemangel
Verena KramerSachsen-Anhalt setzt auf ausländische Fachkräfte gegen den Arbeitskräftemangel
Sachsen-Anhalt verzeichnet starken Anstieg ausländischer Arbeitskräfte
In Sachsen-Anhalt hat sich die Zahl der ausländischen Beschäftigten in den vergangenen zehn Jahren deutlich erhöht. Die Anzahl der international Beschäftigten, die in die Sozialversicherung einzahlen, stieg um 308 Prozent. Dieser Trend hilft laut lokalen Behörden, den Fachkräftemangel in der Region zu mildern.
Zwischen 2020 und 2025 verzeichnete das Bundesland einen deutlichen Anstieg an Unternehmen, die ausländisches Personal einstellen. Die Zahl solcher Betriebe wuchs um 3.492 und erreichte 2025 insgesamt 50.871. Damit lag das Wachstum über dem anderer ostdeutscher Bundesländer im gleichen Zeitraum.
Allein zwischen Juni 2024 und Juni 2025 stieg die Zahl der ausländischen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten um 5.560. Infolgedessen kommen mittlerweile fast 9 Prozent aller Arbeitnehmer in Sachsen-Anhalt aus dem Ausland. Größere Unternehmen stellen eher internationale Arbeitskräfte ein, doch derzeit tut dies nur jedes vierte Unternehmen.
Markus Behrens, Geschäftsführer der Bundesagentur für Arbeit, betonte die Notwendigkeit einer besseren Integration. Er unterstrich, dass ausländische Beschäftigte eine entscheidende Rolle bei der Schließung von Lücken auf dem regionalen Arbeitsmarkt spielen.
Trotz des Wachstums beschäftigen fast drei Viertel der Unternehmen in Sachsen-Anhalt weiterhin keine internationalen Arbeitskräfte. Die zunehmende Abhängigkeit des Landes von ausländischen Fachkräften spiegelt die Bemühungen wider, die anhaltenden Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt zu bewältigen. Der Trend zeigt keine Anzeichen einer Verlangsamung.






