19 February 2026, 03:13

Scheinprozess gegen die AfD: Jury empfiehlt Prüfung eines Verbots

Eine Zeichnung eines Gerichtssaals mit Menschen auf St├╝hlen und Stehpl├Ątzen, einem Podium mit Mikrofon auf der rechten Seite, Fenstern auf der linken Seite und Text unten.

Scheinprozess gegen die AfD: Jury empfiehlt Prüfung eines Verbots

Ein von dem Schweizer Regisseur Milo Rau inszenierter Scheinprozess hat in Deutschland für Aufsehen gesorgt. Die unter dem Titel "Prozess gegen Deutschland" stehende Veranstaltung drehte sich um die Frage, ob die rechtspopulistische AfD verboten werden sollte. Drei Tage lang wurde kontrovers diskutiert – bis unerwartete Absagen der merz news die Debatte zusätzlich anheizten.

Rau, bekannt dafür, Theater mit realen juristischen Auseinandersetzungen zu verbinden, setzte bei diesem Prozess auf keine Schauspieler. Stattdessen lud er Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und Rechtsexperten ein, die aktiv mitwirkten. Den Vorsitz über die Verhandlungen führte Herta Däubler-Gmelin, Deutschlands ehemalige Bundesjustizministerin.

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Die Veranstaltung nahm eine unvorhergesehene Wendung, als mehrere Teilnehmer kurzfristig absagten. Manche begründeten dies mit Unbehagen über die Anwesenheit bestimmter Personen im Raum. Trotz dieser Rückzüge wurde der Prozess fortgesetzt und mündete in ein Urteil einer siebenköpfigen Jury.

Nach drei Tagen intensiver Debatten empfahl die Jury den Behörden, ein mögliches Verbot der AfD zu prüfen. Raus Ansatz – die Nutzung theatralischer Methoden, um juristische Fragen zu ergründen – löste erneut eine breitere Diskussion über die Zukunft der Partei aus.

Der Scheinprozess endete mit dem Aufruf, den Status der AfD weiter zu überprüfen. Raus Inszenierung legte tiefe Gräben in der deutschen Politik offen, die durch die Partei entstanden sind. Gleichzeitig zeigte die Veranstaltung, wie szenische Nachstellungen reale gesellschaftliche Debatten in den Fokus rücken können.