Schwerer Gewaltprozess in Wuppertal: Mann soll Opfer aus Fenster gestoßen haben
Ludger RörrichtProzess: Mann aus Fenster gestoßen und vergewaltigt - Schwerer Gewaltprozess in Wuppertal: Mann soll Opfer aus Fenster gestoßen haben
Ein 30-jähriger Mann muss sich wegen des Vorwurfs vor Gericht verantworten, ein 24-jähriges Opfer aus einem Fenster in Wuppertal gestürzt und es anschließend vergewaltigt zu haben. Der Prozess umfasst fünf Verhandlungstage, beginnend am kommenden Montag, dem 13. Oktober. Mit einem Urteil wird bis Ende des Monats gerechnet.
Der Vorfall ereignete sich, nachdem der Angeklagte und das Opfer gemeinsam in dessen Zimmer Alkohol getrunken und Marihuana geraucht hatten. Laut Staatsanwaltschaft soll der Beschuldigte den Mann aus etwa sieben Metern Höhe absichtlich aus dem Fenster gestoßen haben, um ihn zu töten.
Zeugen fanden das schwer verletzte Opfer und griffen ein, woraufhin der Angreifer floh. Eine Woche später wurde der Verdächtige in einer Wohnung von Angehörigen in Hamburg festgenommen und in Untersuchungshaft genommen.
Die Anklagepunkte umfassen versuchten Totschlag und Vergewaltigung. Im Prozess werden die Ereignisse vor dem Angriff, das Verhalten des Angeklagten sowie der Zustand des Opfers nach dem Sturz untersucht.
Die Beweisaufnahme erstreckt sich über fünf Sitzungen, eine Entscheidung wird vor November erwartet. Im Mittelpunkt des Verfahrens stehen die gewaltsame Attacke und die sexuelle Straftat nach einem Abend mit Drogen- und Alkoholkonsum. Das Urteil wird über die strafrechtliche Verantwortung des Angeklagten für den Angriff entscheiden.