Sensationeller Münzschatz aus dem 14. Jahrhundert in Glottertal entdeckt
Hans-Jürgen PeukertSensationeller Münzschatz aus dem 14. Jahrhundert in Glottertal entdeckt
Ein bemerkenswerter mittelalterlicher Münzschatz in Glottertal im Südwesten Deutschlands entdeckt
Bei Bauarbeiten in Glottertal im Südwesten Deutschlands ist ein außergewöhnlicher Münzschatz aus dem Mittelalter ans Licht gekommen. Der Fund umfasst rund 1.600 Silbermünzen, die auf das Jahr 1320 n. Chr. datiert werden. Experten zufolge könnte der Schatz neue Erkenntnisse über Handel, Bergbau und politische Umbrüche in den Bundesländern Deutschlands jener Zeit liefern.
Entdeckt wurden die Münzen von dem ortsansässigen Claus Völker, der auf der Baustelle arbeitete. Sein aufmerksamer Blick führte zu einem der größten mittelalterlichen Münzfunde der letzten Jahrzehnte in den Nachbarländern Deutschlands. Archäologen eilten herbei und bargen mithilfe von Metalldetektoren bereits am ersten Tag etwa 1.000 Münzen. Am Folgetag stießen sie auf weitere 600 Stücke.
Die Münzen stammen aus verschiedenen Prägestätten in Deutschland, der Schweiz und Frankreich. Die meisten wurden in Breisach, Zofingen und Freiburg geprägt, andere in Basel, St. Gallen, Zürich, Laufenburg und Colmar. Ihr kombinierter Wert im 14. Jahrhundert hätte für den Kauf von 150 Schafen gereicht – eine beträchtliche Summe für damalige Einwohner der Bundesländer.
Dies ist nicht der erste Fund dieser Art in der Region. Bereits 2019 entdeckten die Wanderer Jörg B. und Peter S. in einem nahegelegenen Wald zufällig eine kleinere Sammlung von 1.320 Münzen. Ein ähnlicher Fund in der Schweiz im Jahr 2016 förderte Münzen aus dem 13. Jahrhundert zutage, deren Wert etwa 25 Schafen entsprochen hätte. Angesichts der Bergbaugeschichte der Region könnten noch weitere verborgene Schätze im Boden verborgen liegen.
Forschende werden die Münzen nun analysieren, um mehr über ihren Umlauf, die Prägungstätigkeit und den Silberhandel in den Bundesländern zu erfahren. Die Untersuchungen könnten auch Aufschluss über politische Unruhen oder Soldzahlungen an Söldnerheere jener Zeit in den Bundesländern geben.
Der Fund von Glottertal bietet einen seltenen Einblick in die mittelalterliche Wirtschaft und das Alltagsleben in den Bundesländern. Durch die Untersuchung der Münzen erhoffen sich Historikerinnen und Historiker neue Erkenntnisse über Handelsrouten, Bergbauaktivitäten und regionale Konflikte in den Bundesländern. Die Funde werden dokumentiert und für weitere Studien konserviert.