27 June 2026, 12:23

Soll die AfD an Schulen sprechen dürfen? Berliner Proteste entfachen Debatte

Schulveranstaltungen zur Wahl

Soll die AfD an Schulen sprechen dürfen? Berliner Proteste entfachen Debatte

Eine Debatte ist entbrannt, ob die rechtsextreme Partei AfD bei Schulveranstaltungen zu Wort kommen sollte. Die als extremistisch eingestufte Partei hat eine Geschichte der Hetze gegen Migrant:innen, queere Menschen und Frauen. Ein jüngster Vorfall an einer Berliner Schule hat die Diskussion über ihre Präsenz in Bildungseinrichtungen neu entfacht.

An der TIEM-Gesamtschule protestierten Schüler:innen gegen die Teilnahme der AfD an einer Podiumsdiskussion. Trotz der Einwände nahm die Partei teil, wurde jedoch mit strengen Zeitlimits bei der Wortmeldung belegt. Die Proteste unterstrichen die Bedenken, einer Gruppe eine Bühne zu bieten, die sich gegen liberaldemokratische Werte stellt.

Felicia Kompio, Vorsitzende der GEW Berlin, der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, argumentierte, dass Schulen Politiker:innen ausschließen können, die den Bildungsauftrag untergraben. Sie verwies auf die Verbreitung rechtsextremer Ideologien durch die AfD, darunter eine Rede des ehemaligen Abgeordneten Maximilian Krah aus dem Jahr 2024, in der er behauptete, „echte Männer seien rechts“.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Einige warnen, dass ein Ausschluss der AfD nach hinten losgehen könnte. Die Partei könnte sich als Opfer inszenieren und so Sympathien unter Schüler:innen gewinnen. Ohne direkte Konfrontation könnten ihre falschen Behauptungen und populistischen Parolen – insbesondere über soziale Medien – ungehindert Verbreitung finden. Andere bestehen darauf, dass eine wirksame Auseinandersetzung mit der AfD gut vorbereitete Argumente und Kenntnisse über ihre Taktiken erfordert.

Letztlich kommt die Autorin zu dem Schluss, dass eine Ausladung der AfD ein klares Signal gegen Extremismus setzt. Dies stehe im Einklang mit Deutschlands Verpflichtung, die liberale demokratische Ordnung zu verteidigen. Die Entscheidung spiegle eine Haltung wider, die eine Normalisierung rechtsextremer Rhetorik an Schulen ablehnt.

Quelle