SPD will Baden-Württemberg mit Schwimmkursen und 5G-Ausbau revolutionieren
Gabor HethurSüdwest-SPD fordert mobile Phone-Garantie und Schwimmabzeichen - SPD will Baden-Württemberg mit Schwimmkursen und 5G-Ausbau revolutionieren
Die SPD in Baden-Württemberg hat ihr Wahlprogramm für die Landtagswahl 2026 vorgestellt. Zu den zentralen Vorhaben zählen die flächendeckende Einführung von Schwimmfähigkeiten, der Ausbau der Mobilfunkabdeckung sowie umfassende Reformen in Bildung und Wohnungsbau. Die Partei will damit langjährige Probleme angehen und sich als starke Alternative zu den Grünen unter Cem Özdemir positionieren, der seine Partei in den Wahlkampf führen wird.
Ein zentrales Versprechen der SPD ist, dass jedes Kind im Land vor dem Ende der Grundschulzeit ein Schwimmabzeichen erwerben soll. Um dies zu erreichen, plant die Partei ein landesfinanziertes Programm zum Bau und zur Sanierung öffentlicher Schwimmbäder, einschließlich spezieller Lehrbecken. Zudem sollen Schwimmlehrerinnen und Schwimmlehrer weiterqualifiziert werden, um den Bedarf zu decken.
Im Bereich der digitalen Infrastruktur setzt sich die SPD für die Beseitigung von Funklöchern und den Ausbau des 5G-Netzes in ganz Baden-Württemberg ein. Ein neu gegründetes Landesunternehmen soll Mobilfunkmasten auf öffentlichen Flächen errichten und diese allen Netzbetreibern zur Verfügung stellen. Ziel ist eine rechtlich verbindliche Versorgungsgarantie für die gesamte Region.
In der Bildungspolitik schlägt die Partei die Abschaffung der Kindergartengebühren und eine Umstrukturierung des Schulsystems vor. Zwar soll das Gymnasium erhalten bleiben, doch parallel dazu will die SPD eine zweite Säule auf Basis eines weiterentwickelten Gemeinschaftsschulmodells etablieren. Themen wie Arbeitsplatzsicherheit, bezahlbarer Wohnraum und ein besserer Zugang zur Gesundheitsversorgung stehen ebenfalls hoch auf der Agenda.
Die Wahl findet am 8. März 2026 statt. Özdemir, derzeit Ministerpräsident, führt die Grünen in die Wahl – nach 14 Jahren unter Winfried Kretschmann. Im Mai 2025 hatte er die Nominierung seiner Partei mit 97 Prozent der Stimmen erhalten.
Das SPD-Programm zielt auf konkrete Verbesserungen im Alltag ab, von Schwimmkursen für Kinder bis hin zu einem leistungsfähigeren Mobilfunknetz. Sollten die Pläne umgesetzt werden, könnten sie öffentliche Dienstleistungen und Infrastruktur in Baden-Württemberg grundlegend verändern. Die Wählerinnen und Wähler werden im März 2026 entscheiden, ob sie der Vision der SPD folgen oder die Führung der Grünen fortsetzen wollen.