Stefanie Hertel über ihre entbehrungsreiche Kindheit und das Familien-Trio mit Tochter Johanna Mross
Ludger RörrichtStefanie Hertel über ihre entbehrungsreiche Kindheit und das Familien-Trio mit Tochter Johanna Mross
Stefanie Hertel, einstiger DDR-Kinderstar, blickt auf ihre entbehrungsreiche Kindheit im Vogtland zurück
Stefanie Hertel, eine ehemalige Kinderstar der DDR, hat von ihrer harten Kindheit im Vogtland erzählt. Ihr Mann, Lenny Lanner, gibt offen zu, dass er manche ihrer Erlebnisse aus dieser Zeit kaum glauben kann. Seit 2019 treten die beiden gemeinsam mit ihrer Tochter Johanna Mross als Familien-Trio auf.
Hertel, heute 46 Jahre alt, wuchs in den 1970er- und 1980er-Jahren im ländlichen Raum der DDR auf. Ihre Familie lebte ohne Zentralheizung und war auf ein Plumpsklo angewiesen. Trotz dieser Entbehrungen feierte sie als junge Sängerin in der DDR große Erfolge.
Damals waren ländliche Regionen der DDR oft besser erschlossen als viele westdeutsche Dörfer. Durch die staatliche Planung gab es in kleinen Gemeinden häufig Kindergärten, Läden, Bibliotheken und Ambulanzen. Auch der öffentliche Nahverkehr mit Straßenbahnen und Regionalbahnen blieb flächendeckend erhalten – anders als in Westdeutschland, wo viele Strecken durch Buslinien ersetzt wurden.
Hertels Tochter Johanna Mross erlernte zunächst den Beruf der Konditorin, bevor sie zur Musik zurückfand. Ein Projekt namens Spirit of Christmas weckte ihre Leidenschaft für die Bühne neu. Seit 2019 touren die drei gemeinsam und verbinden traditionelle mit moderner Musik.
Das Familien-Trio bleibt weiterhin aktiv und vereint in seinen Auftritten Hertels Vergangenheit als DDR-Kinderstar mit Mross' neuem musikalischen Weg. Ihre Geschichte spiegelt sowohl persönliche Widerstandskraft als auch die gegensätzlichen Lebensrealitäten in Ost und West wider. Hertels harte Kindheit prägt bis heute ihre gemeinsame musikalische Identität.






