Stuttgart 21: Bahn muss Milliarden-Mehrkosten allein tragen
Stuttgart 21: Bahnprojekt steht vor weiteren finanziellen Belastungen
Ein Gerichtsurteil bestätigt, dass die Deutsche Bahn sämtliche Mehrkosten des Stuttgarter Bahnprojekts Stuttgart 21 tragen muss. Das Vorhaben hat sein ursprünglich veranschlagtes Budget bereits bei Weitem gesprengt.
Die Bauarbeiten für Stuttgart 21 begannen 2010. Ursprünglich sollte der neue Hauptbahnhof 2019 in Betrieb gehen, wobei eine Finanzierungsvereinbarung aus dem Jahr 2009 Kosten von bis zu 4,5 Milliarden Euro abdeckte. Durch Verzögerungen und steigende Ausgaben hat sich die geplante Fertigstellung jedoch auf Ende 2031 verschoben.
Laut aktueller Schätzung der Deutschen Bahn belaufen sich die Gesamtkosten mittlerweile auf rund 11,3 Milliarden Euro. Nun könnten zusätzliche 2 bis 3 Milliarden Euro erforderlich werden. Die gerichtliche Entscheidung bedeutet, dass der Bahnkonzern die weiteren Kostensteigerungen allein schultern muss.
Seit Baubeginn haben sich sowohl der Zeitplan als auch das Budget des Projekts drastisch verändert. Die Deutsche Bahn trägt die volle finanzielle Verantwortung für etwaige weitere Mehrkosten. Die Inbetriebnahme des Bahnhofs verzögert sich damit um ein ganzes Jahrzehnt gegenüber der ursprünglichen Planung.






