Stuttgarter Flughafen setzt auf grüne Technologie für weniger CO₂ und Lärm
Hans-Jürgen PeukertStuttgarter Flughafen setzt auf grüne Technologie für weniger CO₂ und Lärm
Flughafen Stuttgart modernisiert Flugzeug-Stellplätze mit klimafreundlicher Technologie
Der Flughafen Stuttgart modernisiert im Rahmen eines EU-geförderten Projekts seine Flugzeug-Stellplätze mit umweltfreundlicher Technologie. Ziel der Initiative ist es, den Kerosinverbrauch zu senken, Lärm zu reduzieren und die CO₂-Emissionen um etwa 1.500 Tonnen pro Jahr zu verringern. Für die Umsetzung erhält der Flughafen rund 1,5 Millionen Euro aus dem Alternative Fuels Infrastructure Facility (AFIF) der EU.
Im Mittelpunkt des Vorhabens steht die Installation eines elektrischen Vorfeld-Klimaanlagensystems an den Terminal-Stellplätzen. Damit können Airlines ihre Hilfstriebwerke (Auxiliary Power Units, APUs) abschalten, was den Kraftstoffverbrauch verringert und die Arbeitsbedingungen für das Bodenpersonal verbessert. Zudem wird mit einer spürbaren Lärmreduzierung gerechnet.
Der Flughafen Stuttgart ist Teil des Agenda-Konsortiums, zu dem auch die Flughäfen Wien, Mailand, Köln/Bonn, Graz und Košice sowie das Unternehmen Evia Aero gehören. Die von ACI Europe koordinierte Gruppe setzt sich für den Ausbau nachhaltiger Luftfahrtinfrastrukturen ein. Weitere Fördergelder fließen in den Bau von Solaranlagen und Batteriespeichersystemen an den beteiligten Standorten.
Die Gesamtinvestition des Stuttgarter Flughafens in das Projekt beläuft sich auf rund fünf Millionen Euro. Ulrich Heppe, Mitglied der Flughafengeschäftsführung, betonte, dass die EU-Mittel Spielraum für strategische Investitionen in emissionsarme Technologien schaffen. Die Umrüstungsarbeiten sollen bis September 2028 abgeschlossen sein.
Nach Fertigstellung werden die neuen Systeme dazu beitragen, den CO₂-Fußabdruck des Flughafens deutlich zu verringern. Das Projekt dient zudem als Blaupause für ähnliche Modernisierungen an anderen Flughäfen des Agenda-Konsortiums. Im Fokus stehen weiterhin Emissionsreduktion und die Steigerung der betrieblichen Effizienz.






