08 March 2026, 14:27

Stuttgarts Treff am Bahnhof feiert ein Jahr als lebendiger Gemeinschaftsort

Eine Schwarz-Weiß-Zeichnung eines Bahnhofs mit Menschen, die auf verschiedenen Gegenständen sitzen, einschließlich der Eisenbahnschienen, Geländern, Wänden und Fenstern, mit dem Text "verurteilt zum Leben im Millbank-Gefängnis" oben und unten.

Stuttgarts Treff am Bahnhof feiert ein Jahr als lebendiger Gemeinschaftsort

Stuttgarts Treff am Bahnhof – ein Jahr erfolgreicher Begegnungsstätte

Seit seiner Eröffnung vor einem Jahr hat sich der Treff am Bahnhof in Stuttgart zu einem geschätzten Gemeinschaftsort entwickelt. Die Stadt hat nun die Förderung bis Ende 2027 verlängert und damit die positive Wirkung der Einrichtung anerkannt. Täglich besuchen etwa 50 Menschen das Zentrum, wobei sowohl Stammgäste als auch Ehrenamtliche zunehmend mitwirken.

Die offene Begegnungsstätte hat sechs Tage die Woche geöffnet und bietet einen sicheren Raum, in dem Alkoholkonsum erlaubt, Cannabis jedoch verboten ist. Übernachtungen sind nicht gestattet, und durch unangekündigte Kontrollen wird sichergestellt, dass die Regeln eingehalten werden – bisher gab es keine Vorfälle. Einige Besucher übernehmen aktive Aufgaben: So verwaltet etwa Joachim Wörner die Schlüssel und kümmert sich um die Sauberkeit, während andere zur Aufrechterhaltung der Ordnung beitragen.

Ehrenamtliche sind berechtigt, bei Regelverstößen tageweise Hausverbote auszusprechen; die Trägerorganisation eva kann bei wiederholten Konflikten auch dauerhafte Ausschlüsse verhängen. Sozialarbeiter:innen kommen wöchentlich vorbei, und Passant:innen schauen häufig spontan herein – manchmal sogar mit Spenden. Ein lokaler Gastronom stellt zudem einmal im Monat kostenlose Mittagessen zur Verfügung.

Besonderen Wert legt das Zentrum auf Partizipation: Besucher:innen organisieren selbst Diskussionsrunden und wünschen sich Fachvorträge zu Themen wie Aids-Prävention oder Tierschutz. Oberbürgermeister Yalcin Bayraktar betont, wie wichtig die Verknüpfung von Ordnungsrecht und Sozialpolitik ist, um solche Projekte zu unterstützen.

Obwohl keine konkreten Daten zur Entwicklung der Einrichtung vorliegen, basiert ihr Erfolg auf dem Engagement der Nutzer:innen. Eine weitere Förderung über 2027 hinaus hängt von künftigen Evaluierungen ab, an denen alle Beteiligten mitwirken sollen.

Der Treff am Bahnhof bleibt damit ein stabiler, inklusiver Ort für die Stuttgarter Gemeinschaft. Mit gesicherter Finanzierung bis 2027 wird die Einrichtung weiterhin Unterstützung, Aktivitäten und ein Gefühl der Zugehörigkeit bieten. Über ihre langfristige Zukunft wird nach Auswertung der weiteren Wirkung und der Beteiligung der Besucher:innen entschieden.

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