Südwestdeutsche Exporteure zwischen Hoffnung und Rückgang im Auslandsgeschäft
Verena KramerSüdwest-Unternehmen blicken skeptisch auf Exportgeschäft - Südwestdeutsche Exporteure zwischen Hoffnung und Rückgang im Auslandsgeschäft
Unternehmen in Südwestdeutschland blicken mit gemischten Erwartungen auf die Exportentwicklung im kommenden Jahr. Während einige in bestimmten Märkten Wachstumschancen sehen, rechnen viele mit einem Rückgang in wichtigen Absatzregionen. Eine aktuelle Umfrage zeigt, wie sich die Handelsprioritäten lokaler Firmen verschieben.
Den jüngsten Zahlen zufolge sind noch immer 81 Prozent der Industrieunternehmen in Südwestdeutschland im Exportgeschäft aktiv. Doch das Vertrauen in die Entwicklung fällt je nach Region sehr unterschiedlich aus. Nur 24 Prozent der Betriebe erwarten im nächsten Jahr ein insgesamt wachsendes Exportvolumen, während 28 Prozent mit einem Rückgang rechnen.
Baden-Württemberg, die führende Exportregion, verzeichnete von Januar bis September 2025 ein leichtes Plus von 0,1 Prozent bei den Ausfuhren. Dieser bescheidene Anstieg wurde vor allem vom verarbeitenden Gewerbe getragen, insbesondere durch die Sparten Fahrzeugbau und Maschinenbau. Allerdings gehen mittlerweile 45 Prozent der Unternehmen davon aus, dass die Exporte in die USA sinken werden – trotz der Tatsache, dass noch 21 Prozent dort mit steigenden Umsätzen rechnen. Innerhalb der Eurozone erwarten 21 Prozent der Betriebe stärkere Ausfuhren, doch 24 Prozent befürchten einen Rückgang. Mittel-, Ost- und Südosteuropa sowie Teile Asiens außerhalb Chinas gelten als vielversprechende Wachstumsmärkte. Weitere 18 Prozent der Firmen prognostizieren höhere Exporte nach Mittel- und Südamerika, nicht zuletzt dank neuer Handelsabkommen wie dem Mercosur-Vertrag.
Die Aussichten für die Exporteure aus Südwestdeutschland bleiben uneinheitlich. Zwar gibt es in einzelnen Branchen und Regionen Lichtblicke, doch viele Unternehmen stellen sich auf eine nachlassende Nachfrage in den großen Absatzmärkten ein. Die nächsten zwölf Monate werden zeigen, wie gut sie sich an die sich wandelnden globalen Handelsströme anpassen können.