Tausende Tänzer wollen Weltrekord brechen – für kranke Kinder und die NCL-Forschung
Hans-Jürgen PeukertTausende Tänzer wollen Weltrekord brechen – für kranke Kinder und die NCL-Forschung
Tanzevent in ganz Deutschland will Weltrekord brechen und Spenden für seltene Kinderkrankheit sammeln
Am Samstag, dem 8. November, wollen mindestens 50 Tanzschulen in ganz Deutschland mit einer synchronen Bachata-Choreografie einen Weltrekord aufstellen – und gleichzeitig Geld für die Erforschung einer seltenen Kinderkrankheit sammeln. Die Aktion unterstützt die NCL-Stiftung, die sich der Bekämpfung der Neuronalen Ceroid-Lipofuszinose (NCL) widmet, einer unheilbaren Erkrankung, von der hierzulande etwa 700 junge Menschen betroffen sind.
Der Rekordversuch beginnt um 20:30 Uhr. Jede teilnehmende Schule muss mindestens 25 Paare stellen, die gleichzeitig tanzen. Die ADTV-Tanzschule Marc Daumas in Neuwied hat bereits 30 Paare vorbereitet, um die Mindestanforderung sicher zu erfüllen. Jeder Tänzer zahlt eine Startgebühr von mindestens 7,50 Euro – der gesamte Erlös fließt da direkt an die NCL-Stiftung.
Das Record Institute Germany wird den Versuch überwachen und zertifizieren. Schirmherrin der Kampagne ist die Schriftstellerin Sibylle Berg, die sich für mehr Aufmerksamkeit für NCL einsetzt – eine Krankheit, die oft als "Kinderdemenz" bezeichnet wird. Auch die Profitänzerin und TV-Persönlichkeit Melissa Ortiz-Gomez unterstützt die Initiative.
NCL führt zu fortschreitendem Sehverlust, schwerem neurologischem Verfall und verkürzt die Lebenserwartung drastisch – die meisten Betroffenen werden kaum älter als 30 Jahre. Die Stiftung fördert die Entwicklung von Therapien, um das Leben der betroffenen Familien zu verbessern.
Bei Erfolg stellt das Event einen neuen Weltrekord im synchronen Bachata-Tanzen auf. Die gesammelten Spenden kommen da direkt der NCL-Forschung zugute und geben Hoffnung auf bessere Behandlungsmöglichkeiten. Zuschauer sind eingeladen, die Aufführung live in der Tanzschule Marc Daumas in Neuwied zu verfolgen.