27 April 2026, 16:36

Taylor Swift und Disney kämpfen mit Markenrecht gegen KI-Missbrauch ihrer Stimmen und Figuren

Ein Mann im Anzug, der ein Mikrofon hält, vor einem Fenster und einer Wand.

Taylor Swift und Disney kämpfen mit Markenrecht gegen KI-Missbrauch ihrer Stimmen und Figuren

Taylor Swift hat rechtliche Schritte eingeleitet, um ihre Stimme und ihr Image vor unberechtigter Nutzung durch KI zu schützen. Ihre Firma reichte im April 2023 drei Markenanmeldungen ein – ein Schritt, der die wachsenden Bedenken in der Unterhaltungsbranche widerspiegelt. Die Maßnahme folgt auf eine Zunahme von KI-generierten Fälschungen, darunter Deepfake-Bilder und Stimmenklone der Popikone, die ohne ihre Zustimmung erstellt wurden.

Auch Disney geht gegen den Missbrauch von KI vor: Im Dezember 2025 schickte das Unternehmen ein Abmahnschreiben an Google wegen dessen Gemini-Plattform. Der Vorwurf: Der Tech-Konzern ermöglichte durch seine KI-Tools illegale Kopien von Disneys markenrechtlich geschützten Figuren.

Die Markenanmeldungen wurden von TAS Rights Management, Swifts Firma, eingereicht und vom Fachanwalt für geistiges Eigentum, Josh Gerben, aufgedeckt. Zwei der Anträge betreffen Klangmarken für ihre Stimme, konkret die Phrasen "Hey, hier ist Taylor Swift" und "Hey, ich bin's, Taylor". Die dritte Anmeldung ist eine Bildmarke, die ein Foto von Swift auf einer pinkfarbenen Bühne zeigt – mit einer pinken Gitarre und einem schillernden, mehrfarbigen Body.

Dieser Ansatz ähnelt dem anderer Prominenter. So sicherte sich Schauspieler Matthew McConaughey 2025 acht Markenrechte an seinem eigenen Image, um sich vor Missbrauch zu schützen. Die als "Selbst-Markenrecht" bekannte Strategie ist in KI-bezogenen Fällen zwar noch nicht vor Gericht getestet, könnte Künstlern aber stärkeren rechtlichen Schutz gegen ungewollte digitale Nachbildungen bieten.

Swifts rechtliche Initiative folgt auf mehrere KI-generierte Fälschungen ihrer Person – von Meta-Chatbots bis hin zu expliziten Deepfake-Bildern. Das Problem betrifft nicht nur sie: Viele Künstler sehen sich zunehmend mit dem Risiko konfrontiert, dass KI-Tools ihre Stimmen, Gesichter oder Persönlichkeiten ohne Erlaubnis kopieren. Bisher decken Markenrechte zwar nicht generell das Aussehen oder die Stimme einer Person ab, doch diese Anmeldungen zeigen einen neuen Versuch, bestehende Gesetze an das digitale Zeitalter anzupassen.

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Disneys jüngste Aktion gegen Google unterstreicht die wachsenden Spannungen zwischen Unterhaltungsunternehmen und KI-Entwicklern. In dem Abmahnschreiben wirft Disney der Gemini-Plattform vor, Nutzern die Erstellung unberechtigter Versionen markenrechtlich geschützter Disney-Figuren zu ermöglichen – und wirft damit Fragen zu Haftung und Durchsetzung bei KI-generierten Inhalten auf.

Swifts Markenanmeldungen und Disneys juristische Warnung demonstrieren, wie die Unterhaltungsbranche gegen den KI-Missbrauch vorgeht. Die Anträge könnten Künstlern einen rechtlichen Weg eröffnen, um gegen ungewollte digitale Kopien ihres Schaffens vorzugehen. Noch ist jedoch unklar, wie wirksam diese Maßnahmen sind – bis sie vor Gericht getestet werden.

Quelle