04 February 2026, 09:24

Tübingen lagert Sperrmüllabfuhr an ALBA Berlin aus – was sich für Bürger ändert

Ein großer Haufen Müll auf einem Förderband in einer Recyclinganlage, mit Maschinen im Vordergrund und einem Metalldach darüber.

Tübingen lagert Sperrmüllabfuhr an ALBA Berlin aus – was sich für Bürger ändert

Tübingens Abfallwirtschaft steht vor einem großen Wandel ab dem 1. August. Die städtischen Eigenbetriebe haben die Sperrmüllabfuhr und den Behältertausch an das Unternehmen ALBA Berlin ausgelagert. Laut Behörden soll dieser Schritt die Personaldecke stabilisieren, ohne dass es für die Bürgerinnen und Bürger zu Einschränkungen kommt.

Ab dem 1. August übernimmt ALBA Berlin sämtliche Sperrmüllabholungen im Landkreis Tübingen. Zudem zeichnet das Unternehmen für den "Wechselservice" verantwortlich, der die Lieferung neuer Mülltonnen, die Abholung alter Behälter sowie die Reparatur beschädigter Container umfasst.

Für die Anwohner ändert sich am Ablauf nichts: Anmeldungen müssen weiterhin mindestens 14 Tage im Voraus erfolgen, die Abholung erfolgt innerhalb von vier Wochen. Wer es eiliger hat, kann gegen Aufpreis weiterhin eine Express-Abholung innerhalb von vier Tagen buchen.

Hintergrund des Schritts sind Personalengpässe. Aktuell sind von 25 geplanten Stellen in der Abfallabfuhr nur 20 besetzt – die Lücken werden derzeit durch Mitarbeiter aus anderen Bereichen geschlossen. Um Entlassungen zu vermeiden, erhalten alle betroffenen Beschäftigten bis 2027 ein Angebot für eine neue Position innerhalb der Stadtverwaltung. Bereits jetzt werden offene Stellen und Qualifizierungsprogramme vorbereitet, um die Belegschaft zu halten.

Noch unklar ist, wie viele ALBA-Mitarbeiter ab kommendem Monat in Tübingen im Einsatz sein werden.

Der Wechsel zu ALBA Berlin markiert eine Neuausrichtung der Abfallwirtschaft in Tübingen – für die Bevölkerung gibt es vorerst keine spürbaren Änderungen. Die Umstellung der Belegschaft auf neue Aufgaben soll in den nächsten drei Jahren erfolgen, während die Stadt gleichzeitig daran arbeitet, die Personalengpässe zu schließen. Die Auslagerung tritt am 1. August in Kraft.