Tübinger Uniklinik setzt auf S4.health für moderne Patientenabrechnung
Hans-Jürgen PeukertTübinger Uniklinik setzt auf S4.health für moderne Patientenabrechnung
Universitätsklinikum Tübingen führt neues System für Patientenabrechnung ein
Das Universitätsklinikum Tübingen hat ein neues System für die Abwicklung der Patientenabrechnung ausgewählt. Die Entscheidung fällt im Rahmen der Modernisierung der IT-Infrastruktur, bei der die Klinik auf SAP S/4HANA umstellt. Das Krankenhaus, das rund 1.600 Betten betreibt, ersetzt damit die veraltete SAP-IS-H-Plattform durch die Lösung S4.health.
Den digitalen Aufbruch startete das Klinikum 2024 mit der Migration seines ERP-Systems auf SAP S/4HANA. Dieser Schritt ebnete den Weg für den Austausch des überholten IS-H-Abrechnungssystems, für das SAP den Support bis 2030 einstellen wird. Nach einer Prüfung mehrerer Anbieter unterzeichnete das Krankenhaus im Juni 2025 einen Vertrag mit der ATSP, um S4.health einzuführen – eine gemeinsam von ATSP und der RZV entwickelte Lösung.
Ein Team von 12 bis 15 IT-Mitarbeitenden des Klinikums arbeitet derzeit an dem Projekt. Die erste Grundversion von S4.health soll bis Ende 2025 installiert werden. Die Tests aller Abrechnungsfunktionen werden das gesamte Jahr 2026 über laufen, bevor das System voraussichtlich Ende desselben Jahres in den Live-Betrieb geht. Die neue S4.health-Plattform übernimmt sämtliche Abrechnungsfunktionen, die bisher über IS-H abgewickelt wurden, und lässt sich nahtlos in die SAP-S/4HANA-Umgebung des Klinikums integrieren. Für Einrichtungen, die das Klinische Arbeitsplatzsystem (KAS) i.s.h.med nutzen, ergeben sich durch die Umstellung vorerst keine Änderungen.
Der Wechsel zu S4.health stellt sicher, dass das Universitätsklinikum Tübingen seine Abrechnungsprozesse ohne Unterbrechung fortsetzen kann. Die vollständige Integration in SAP S/4HANA soll langfristig die Effizienz steigern. Tests und Implementierung laufen bis zum geplanten Start Ende 2026.