08 February 2026, 17:14

Ukrainische Delegation lernt in Ulm nachhaltige Infrastruktur für den Wiederaufbau

Eine detaillierte Karte von Kiew, Ukraine, mit Straßen, Gebäuden, Sehenswürdigkeiten und Text mit zusätzlichen Informationen zum Gebiet, mit einem Fluss, der durch die Stadt verläuft.

Ukrainische Delegation lernt in Ulm nachhaltige Infrastruktur für den Wiederaufbau

Eine Delegation aus Bilhorod-Dnistrowskyj besuchte vom 26. bis 29. Januar 2026 Ulm und Neu-Ulm, um die Zusammenarbeit im Bereich nachhaltiger Infrastruktur zu vertiefen. Im Mittelpunkt des Besuchs stand der Austausch von Fachwissen zu Wasser-, Energie-, Abfall- und Heizungssystemen. Beide Städte unterstützen ihren ukrainischen Partner seit Beginn des russischen Angriffskriegs.

Den Auftakt bildeten Besichtigungen zentraler Einrichtungen, darunter die Wasserkraftwerke und Trinkwasseraufbereitungsanlagen der SWU-Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm. Bei den Entsorgungs-Betrieben Ulm (EBU) ging es um Abfallverarbeitung und das Kanalnetz. Später informierte sich die Delegation über Müllverbrennungsanlagen, Biomasse-Heizsysteme und Kläranlagen.

Während des Aufenthalts besuchte die Gruppe die Biogas-Fachmesse und traf sich mit lokalen Umweltinitiativen. Politische Gespräche führten die Delegation mit den Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgern Martin Ansbacher und Katrin Albsteiger, die die Widerstandsfähigkeit Bilhorod-Dnistrowskyjs und die Fortschritte der Partnerschaft lobten. Zudem wurden drei generalüberholte Gelenkbusse, finanziert von Voith und den SWU, an die ukrainische Stadt übergeben.

Ziel des Austauschs war der Übergang von der Nothilfe zur langfristigen technischen Zusammenarbeit. Praktische Vorführungen im Ressourcenmanagement und strukturierte Wissensvermittlung standen im Mittelpunkt des Programms. Beide Seiten betonten den gegenseitigen Respekt und die Vorteile des direkten Erfahrungsaustauschs.

Die Studienreise festigte die grenzüberschreitenden Beziehungen zwischen den Städten. Bilhorod-Dnistrowskyj gewann wertvolle Einblicke in nachhaltige Infrastruktur, während Ulm und Neu-Ulm ihre technische Zusammenarbeit ausbauten. Die 2023 begründete Partnerschaft richtet sich nun auf den mittelfristigen Kapazitätsaufbau aus.