Ulms "Interkulturelle Sportlotsen" ebnen Geflüchteten den Weg in Vereine
Ludger RörrichtUlms "Interkulturelle Sportlotsen" ebnen Geflüchteten den Weg in Vereine
Ulm hat eine neue Initiative ins Leben gerufen, um Geflüchteten und Migranten den Zugang zu örtlichen Sportvereinen zu erleichtern. Das Projekt "Interkulturelle Sportlotsen" nutzt Sport als Mittel, um die soziale Integration zu fördern. Die Verantwortlichen hoffen, dass das Vorhaben Barrieren abbaut und das interkulturelle Verständnis in der Gemeinschaft stärkt.
Geleitet wird das Projekt vom Ulmer Referat für Chancengleichheit und Vielfalt in Zusammenarbeit mit lokalen Partnern. Die Finanzierung übernimmt das baden-württembergische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration, das die Förderung bis September 2028 sichert.
Die am Projekt beteiligten Sportlotsen durchlaufen eine spezielle Schulung, die interkulturelle Kompetenz, Vereinsstrukturen und moderne Ansätze der Zielgruppenansprache umfasst. Ihre Aufgabe besteht darin, als Brücke zwischen Migrantengruppen und den örtlichen Sportorganisationen zu fungieren.
Die Lotsen bieten praktische Hilfe an – etwa indem sie erklären, wie die Ulmer Sportvereine funktionieren, oder Einzelpersonen bei der Aufnahme unterstützen. Zudem beraten sie Vereine dabei, ihr Angebot so anzupassen, dass Geflüchtete und Migranten besser erreicht werden. Auf Wunsch können Trainer:innen auch an Schulungen zur interkulturellen Sensibilität teilnehmen.
Sport wurde als einfaches, niedrigschwelliges Mittel gewählt, um Menschen zusammenzubringen. Das Projekt zielt darauf ab, Begegnungsmöglichkeiten ohne hohe Hürden zu schaffen.
Im Mittelpunkt steht die langfristige Integration durch regelmäßige Teilnahme am lokalen Sportgeschehen. Durch die Qualifizierung der Lotsen und die Unterstützung der Vereine soll körperliche Aktivität zu einem Wegbereiter für soziale Kontakte werden. Die Förderung läuft mindestens bis 2028, sodass das Programm Zeit hat, sich zu etablieren.






