Urteil im Prozess um brutale Raubüberfälle auf schwule Männer via Dating-Apps
Hans-Jürgen PeukertUrteil im Prozess um brutale Raubüberfälle auf schwule Männer via Dating-Apps
Am kommenden Dienstag um 9:00 Uhr wird das Landgericht Frankfurt (Oder) im Prozess gegen sechs Angeklagte ein Urteil verkünden. Der Gruppe wird vorgeworfen, über Dating-Apps gezielt schwule Männer angelockt und anschließend eine Serie gewalttätiger Raubüberfälle und Körperverletzungen begangen zu haben. Wegen des jugendlichen Alters der meisten Angeklagten fanden große Teile der Verhandlung unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.
Die sechs Beschuldigten – drei junge Erwachsene und drei Jugendliche – sollen laut Anklage gefälschte Profile auf Dating-Plattformen erstellt haben, um ihre Opfer an abgelegene Orte zu locken. Dort wurden die Männer dann überfallen, beraubt und misshandelt. Die Staatsanwaltschaft wirft der Gruppe vor, die Angriffe systematisch aufgezeichnet zu haben, was die Schwere der Vorwürfe zusätzlich verschärft.
Ermittler bestätigten, dass es keine Hinweise auf eine Verbindung der Taten zu einem organisierten Netzwerk oder politischen Motiven gibt. Im Mittelpunkt des Verfahrens standen ausschließlich die Handlungen der Angeklagten. Da Jugendliche beteiligt sind, blieb der Prozess weitgehend nicht öffentlich.
Die Urteilsverkündung erfolgt in einer öffentlichen Sitzung und markiert damit den Abschluss eines Verfahrens, das sich mit schweren Raubdelikten und gezielter Gewalt befasst.
Die Entscheidung des Gerichts wird über die rechtlichen Konsequenzen für die sechs Angeklagten bestimmen. Der Prozess hat gezeigt, wie Dating-Apps als Werkzeug für raffinierte Straftaten missbraucht werden können. Das Urteil wird sich sowohl mit den gewalttätigen Übergriffen als auch mit der systematischen Aufzeichnung der Angriffe befassen. Die Bekanntgabe erfolgt während der öffentlichen Sitzung am Dienstagmorgen.






