VideoDays 2024: Wie Creator mit Fehlinformationen und psychischer Gesundheit kämpfen
Verena KramerCologne VideoDays: Creator*innen setzen auf Vielfalt und Popkultur - VideoDays 2024: Wie Creator mit Fehlinformationen und psychischer Gesundheit kämpfen
Über 800 Content-Creator trafen sich kürzlich in Köln zur jährlichen VideoDays-Veranstaltung. Das Festival brachte bekannte Videoblogger wie Tomatolix, laserluca und NikkieTutorials zusammen, um über zentrale Herausforderungen der Branche zu diskutieren. Zu den Themen zählten psychische Gesundheit, Nachhaltigkeit sowie die Verbreitung von Fehlinformationen im Netz.
Im Rahmen des Festivals wurde auch darüber debattiert, wie sich Falschinformationen in sozialen Medien wirksam bekämpfen lassen. Tobias Schiwek, Geschäftsführer von We Are Era, sprach sich gegen strengere EU-Regulierungen aus. Stattdessen plädierte er für eine bessere Medienkompetenz als nachhaltigere Lösung.
In den USA hingegen bleibt der Ansatz gespalten. Zwar schützt der Erste Verfassungszusatz die Meinungsfreiheit, doch gibt es zunehmend parteiübergreifende Einigkeit in einem Punkt: Plattformen sollten transparenter agieren. Immer mehr Abgeordnete befürworten strengere Regeln zur Inhaltsmoderation, insbesondere um Fehlinformationen und ausländische Einmischung einzudämmen. Gleichzeitig haben große soziale Netzwerke ihre Zusammenarbeit mit unabhängigen Faktencheckern jedoch kürzlich reduziert und weniger Maßnahmen gegen Hassrede ergriffen.
Den Abschluss des Festivals bilden die VideoDays Awards, bei denen Schöpfer in 19 verschiedenen Kategorien ausgezeichnet werden.
Die Veranstaltung zeigte, wie unterschiedlich der Umgang mit der Regulierung von Online-Inhalten bewertet wird: Während in Europa Branchenvertreter auf Bildung statt auf schärfere Gesetze setzen, bleiben in den USA Transparenz und Selbstregulierung umstritten. Gleichzeitig feierte das Festival die Kreativität der Szene und ehrte mit Preisen herausragende Macher aus den unterschiedlichsten Bereichen.